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Online-Konkurrenz frisst Media-Saturn den Gewinn weg: neue Flächenpolitik soll’s richten

26.11.2013

Die Online-Konkurrenz frisst Media-Saturn den Gewinn weg. Nun will die Handelskette ihre Flächenpolitik überdenken und auch auf kleinere Märkte setzen. Expandiert soll aber weiter werden. Eine Strategie, die der Kärntner Fachhändler Hannes Majdic für die falsche hält.  

Die wachsende Konkurrenz aus dem Internet hat der Elektrohandelskette Media-Saturn in den vergangenen Jahren einiges an Marge gekostet. 2010/11 machte der Konzern in Österreich bei 44 Märkten pro Geschäft im Schnitt noch 1,033 Mio. Euro Gewinn, im Geschäftsjahr 2011/12 nur mehr 735.000 Euro bei 47 Märkten, berichtete das Wirtschaftsblatt. Die Gewinnmarge sank seit 2010 von 4,7 auf 3,1 Prozent 2012.

"Transparenz wirkt sich auf Margen aus" 

"Die wachsenden Marktanteile im Onlinehandel und die damit verbundene Transparenz wirken sich generell auf die Margen im Handel aus", so die Geschäftsführung von Media-Saturn dem Zeitungsbericht zufolge. International macht die Gruppe erst rund vier Prozent des Umsatzes im Internet. Von 2011 auf 2012 hätten sich die Online-Umsätze allerdings mehr als verdoppelt – auch in Österreich.

 

Und hier knüpft auch die künftige Strategie an. Die Flächen werden überdacht. „Künftig wird es sowohl bei Media Markt als auch bei Saturn Märkte in unterschiedlichen Größen und Dimensionen geben", zitiert das Wirtschaftsblatt. Es sei aber weiterhin Expansion in allen Geschäftsbereichen vorgesehen. Für heuer ist bei Media-Saturn kein Markt mehr geplant, 2014 und 2015 soll dann laut letzter Information wieder expandiert werden.

 

So möchte man dem aktuellen Trend entgegen wirken. Denn der Jahresgewinn der Media-Saturn-BeteiligungsgesmbH mit Sitz in Vösendorf-Süd schrumpfte von 50,6 Mio. Euro im Jahr 2009/10 auf 45,7 Mio. Euro 2010/11 und weiter auf 34,6 Mio. Euro 2011/12. Der Umsatz stieg hingegen in dem Zeitraum von 1,078 Mrd. auf 1,083 Mrd. und weiter auf 1,104 Mrd. Euro.

 

Hannes Majdic bezweifelt Konzept von Media-Saturn

 

Bereits im großen Interview in Elektrojournal 7-8 2012 bezweifelte der Electronic4You-Chef Hannes Majdic das Konzept von Media-Saturn, die stationären Flächen weiter auszubauen. „Für mich ist es schwer nachvollziehbar, dass man so große Flächen aufsperrt und trotzdem wirtschaftlich sinnvoll Geschäfte machen kann“, wiederholt er nun. Media-Saturn werde sich selbst kannibalisieren. Media-Saturn kontert, dass der Offline-Handel weiterhin über 85 Prozent des österreichischen Marktes ausmacht.

 

Es ist nicht so einfach, die E-Commerce mit einem stationären Geschäftsmodell zu verflechten, weiß Bundesgremialobmann Wolfgang Krejcik: „Da lernt die ganze Branche noch, groß wie klein."

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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