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Nochmals zurück auf Start: Loewe bekommt seinen Schutzschirm genehmigt

18.07.2013

Nur wenige Stunden nachdem Loewe seinen Antrag auf Gläubigerschutz eingebracht hat, billigte das zuständige Amtsgericht in Coburg das Schutzschirmverfahren. Als vorläufige Sachwalter für die Loewe AG und die Loewe Opta GmbH wurden die Restrukturierungsexperten Siegfried Beck (Loewe AG) und Joachim Exner (Loewe Opta GmbH) von der Kanzlei Dr. Beck & Partner GbR, Nürnberg, berufen.

„Das Schutzschirmverfahren hat den Vorteil, das Unternehmen bilanztechnisch von Altlasten zu befreie“, erklärte Vorstandschef Matthias Harsch im oberfränkischen Kronach. Dazu gehören beispielsweise Pensionsrückstellungen von 40 Millionen Euro und langfristige Verbindlichkeiten. „Diese Möglichkeit ist auch Sinn des Verfahrens. So können wir für einen Investor, der den Blick auf die Zukunft lenkt, interessant werden“.

 

Das Kronacher Unternehmen hatte am Dienstag Gläubigerschutz beantragt. Loewe kann jetzt versuchen, sich unter gerichtlichem Schutz zu sanieren - und wird dabei weiter von seinem eigenen Management geführt. „Das Sanierungskonzept ist schon weit vorangeschritten, die Eckpfeiler sind schon definiert worden“, sagte Harsch. „Wir nutzen die Zeit nun, um die Zusammenarbeit mit einem strategischen Partner und Investor auf die Zielgerade zu bringen.“

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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