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Der neue Kollektivvertrag für die IT-Branche, der am 1. Jänner 2018 in Kraft tritt, soll mehr Flexibilität in der täglichen Praxis bringen.

Neuer KV: 2,6 % Gehaltsplus für Beschäftigte in der IT-Branche

21.12.2017

Praktikantenregelung schafft Rechtssicherheit für Mitarbeiter in Ausbildung.

Die GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) und der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) haben sich am 20. Dezember 2017 in der fünften Verhandlungsrunde auf einen neuen Kollektivvertrag für die rund 50.000 Beschäftigten in der IT-Branche geeinigt.

Die Mindestgrundgehälter werden um 2,6 Prozent und die IST-Gehaltssumme im Durchschnitt um 2,5 Prozent angehoben. Lehrlingsentschädigungen und kollektivvertragliche Zulagen werden um jeweils 2,6 Prozent erhöht. Der Kollektivvertrag tritt mit 1. Jänner 2018 in Kraft.

Außerdem einigten sich die Verhandlungspartner auf Verbesserungen im Rahmenrecht, von denen unter anderem Mitarbeiter in Ausbildung profitieren werden: Eine neue Praktikantenregelung sieht vor, dass Pflichtpraktikant zukünftig nach dem 3. Lehrjahr bezahlt werden.

Schreibt die Schul- und Studienordnung eine Praktikazeit von mehr als sechs Monaten vor, gebührt die Lehrlingsentschädigung des 4. Lehrjahres. Studienpraktikanten, für die kein Pflichtpraktikum vorgesehen ist, können zum Zweck der Ausbildung pro Kalenderjahr sechs Monate beschäftigt werden. Voraussetzung dafür ist ein Ausbildungsplan.

GPA-djp-Wirtschaftsbereichssekretär Bernhard Hirnschrodt sagt: „Wir haben eine faire Gehaltserhöhung erreicht, die klare Regelungen zur Bezahlung und Vertragsgestaltung bringen Klarheit und Rechtssicherheit für junge Menschen in dieser modernen Branche.“

Und Martin Zandonella, Verhandlungsleiter auf Arbeitgeberseite und Berufsgruppensprecher IT sowie Obmann-Stv. im Fachverband: „Mit der neuen Praktikantenregelung können IT Betriebe verstärkt in die Ausbildung einbezogen werden.“

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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