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Neuer Gillette-Chef Seifert: „Mich beeindruckt der Umgangston in Österreich“

04.08.2005

Dkfm. Thomas Seifert heißt der Wildner-Nachfolger und neue Mann am Ruder von Gillette Österreich. Der 41-Jährige ist gebürtiger Deutscher und hat sich in den vergangenen zwölf Jahren bei der Gillette-Gruppe in verschiedenen Funktionen seine Sporen verdient.

Thomas Seifert: „In der Sache ist man in Österreich genauso hart, nur der Ton ist weitaus humaner als in Deutschland“

Im ersten Interview mit Elektrojournal Online schildert Seifert u.a. seinen Werdegang, seine Einschätzung der Marktsituation – und was Asien seiner Meinung nach grundlegend von Europa unterscheidet.

Elektrojournal: Herr Seifert, ein Dutzend Jahre Gillette, ein Dutzend Jahre Branchenerfahrung, einige davon in führenden Funktionen – das klingt ja recht viel versprechend.
Seifert: Danke. Wobei ich schon vor meinem Betriebswirtschaftsstudium in die Branche hineingeschnuppert habe, indem ich bei Rowenta Deutschland eine Ausbildung zum Industriekaufmann absolviert habe. Unmittelbar nach dem Studium bin ich aber erst mal in der Sportbranche gelandet, wo ich drei äußerst spannende Jahre bei Puma verbrachte, in denen das damals kranke Unternehmen von Jochen Zeitz wieder auf Vordermann gebracht wurde.
Erst danach wechselte ich zu Braun, wo man mir die Position des Produktmanagers für Herrenrasierer angeboten hatte. Dann hatte ich in Europa verschiedene Marketing- und Vertriebsfunktionen inne, zuletzt in Kronberg als Business Director für die beiden Marken Braun und Oral-B. Und 2001 wurde mir die Leitung der Gillette-Gruppe in der Schweiz, drei Jahre später jene für Korea übertragen, wo ich bis jetzt tätig war. Wobei ich in Korea Erfahrungen sammeln konnte, die alles bisher Erlebte in den Schatten stellen. Die Unternehmenskultur im Fernen Osten ist eben in keiner Weise mit der unsrigen vergleichbar.

Elektrojournal: Aber nach Österreich wurden Sie nicht beordert, man hat Ihnen die Geschäftsführung angeboten?
Seifert: Richtig, und ich habe sie gerne angenommen.

Elektrojournal: Und wie lange werden Sie uns in Österreich erhalten bleiben? Auch zwei bis drei Jahre?

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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