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Neuböcks Statement zum MK-Auftritt auf der FUTURA und zu „Pay-per-Clean“

06.09.2004

Für Aufregung hat die Elektrojournal Online-Meldung vom 9. August („Branche“) gesorgt, wonach während der „Futura“ im Bus des Mittelstandskreises (Bosch Exclusiv und Siemens Extraklasse), der vor dem Messegelände stehen wird, zweimal täglich kurze Informationsveranstaltungen abgehalten werden. Was nach Ansicht von BSH-Mitbewerbern gegen die Vereinbarung verstoße, dass ausstellende Geräteanbieter durch Sonderveranstaltungen keine Fachbesucher von der Messe abziehen dürften.
Siemens Extraklasse-Chef Horst Neuböck (Bild) bedauert „zwar außerordentlich, dass unsere Initiative solche Reaktionen auslöste, aber niemand anderer als unsere Händlerkooperation ist der verantwortliche Organisator dieser speziellen Informationsveranstaltung, die sich ausschließlich an Mitglieder des Mittelstandskreises richtet. Er also ist der Veranstalter und nicht die BSH!“

Unglücklich verlaufen sei auch die – vorzeitige – Ankündigung über das neue Mietgeschäft „Pay-per-Clean“, das auf dem bekannten Pay-per-Coffee-System basiert. Bei der Siemens Extraklasse wird Pay-per-Coffee immerhin von rund 20 Händlern, so heißt es, äußerst erfolgreich umgesetzt; Bosch Exclusiv-Händlern steht es natürlich ebenso zur Verfügung. Nach dem gleichen Prinzip soll diese Idee nun unter der Bezeichnung Pay-per-Clean auf Staubsauger und vor allem auf Geschirrspüler ausgeweitet werden.
Dabei erhält der Endkunde neben einem neuen 3in1-Spüler sukzessiv auch einen gewissen Vorrat an Calgonit-Tabs, der für einen fünfjährigen Hausgebrauch errechnet wurde. Fünf Jahre, in denen der Kunde von der Vollgarantie des gemieteten Geräts profitiert, wofür dem Händler vom Mittelstandskreis aber der volle Verkaufspreis erstattet wird. Außerdem wird er regelmäßig von seinem Kunden frequentiert, der sich bei ihm die Tabs besorgt – und möglicherweise auch anderes, wenn man schon mal im Geschäft ist...
Neuböck: „Die offizielle Präsentation von Pay-per-Clean sollte allerdings erst auf der Messe stattfinden. Ich wollte die vorzeitige Veröffentlichung darüber zwar noch verhindern, aber die Geschichte war schon im Druck. Da haben wir leider zu spät reagiert.“
Kann passieren, wird der zukunftsträchtigen Geschäftsidee aber mit Sicherheit nicht schaden. Zu befürchten ist vielmehr, dass sie anfangs wieder nur von einem kleinen Teil der Bosch Exclusiv- und Siemens Extraklasse-Händler aufgegriffen wird, die bereits mit Pay-per-Coffee nachweislich eine schöne Stange Geld verdienen.
Leider auch ein typisches Beispiel für die fortschreitende Polarisierung im Fachhandel (siehe Editorial im aktuellen Elektrojournal). Und dabei handelt es sich bei den Mitgliedern des Mittelstandskreises doch offenbar um ausgewählte Musterbetriebe...

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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