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Neu aufgelegt: Welche gesetzlichen Änderungen im Jahr 2014 auf Unternehmer zurollen

09.12.2013

Der Gesetzgeber hat auch für das kommende Jahr 2014 einige gesetzliche Änderungen beschlossen. Siart & Team Treuhand GmbH hat diese für Unternehmer zusammengefasst. Es geht dabei um E-Rechnungen an den Bund, Steuerabkommen mit Liechtenstein, Pendlerpauschale, Kinderbetreuungsgeld-Novelle und Arbeitsrechtliches zu Pflegekarenz und Pflegeteilzeit.

Ab dem ersten Jänner 2014 können Rechnungen über Waren und Dienstleistungen an den Bund nur mehr in strukturierter elektronischer Form eingebracht werden (außer Barzahlungsverkehr). Papierrechnungen, E-Mail-Rechnungen oder Rechnungen im PDF-Format werden von den Bundesdienststellen nicht mehr akzeptiert.

E-Rechnungen an den Bund können über das Unternehmensserviceportal (USP) eingebracht werden (kostenlose Onlineanmeldung unter: www.usp.gv.at) oder über das Peppol-Transport-Infrastruktur (www.peppol.eu).

Zur Einbringung dieser E-Rechnungen über das USP gibt es drei Möglichkeiten:

  • durch Eingabe der Rechnungsdaten in einem Online-Formular,
  • durch Hochladen von „ebInterface-XML-Rechnungen“ oder
  • durch einen Webservice, der direkt mit der eigenen Software verbunden ist (siehe: www.erb.gv.at).

 

Strengeres Steuerabkommen mit Liechtenstein

 

Ab Jänner gibt es mit dem Fürstentum Liechtenstein ein Steuerabkommen. Zukünftige Kapitalerträge von Österreicher werden mit 25 Prozent besteuert. Alle anderen in der Vergangenheit erhaltenen Erträge können entweder strafbefreiend offengelegt werden oder pauschal mit einer strafbefreienden Abgeltungssteuer in Höhe von 15 - 38 Prozent abgegolten werden. Darüber hinaus erfolgt ab 2014 eine Besteuerung von liechtensteinischen Privatstiftungen in Österreich.

 

Neue Pendlerpauschal-Verordnung

 

Große oder kleine Pendlerpauschale – Neue Regeln zur Zumutbarkeit und zur Wegstrecke: Ab 2014 ist die die Zumutbarkeitsfrage bei der Pendlerpauschale einigermaßen geklärt, da ab dann die Pendlerverordnung gilt. Weiterhin besteht Anspruch auf die große Pendlerpauschale wenn es auf mehr als der halben Strecke keine Öffis gibt, oder auf Grund einer Behinderung die Fahrt mit den Öffis nicht zumutbar ist.

In allen anderen Fällen gilt, dass bis zu 60 Minuten Fahrtzeit mit den Öffis (gerechnet von Verlassen der Wohnungstür bis Dienstbeginn) jedenfalls zumutbar sind = kleine Pendlerpauschale. 120 Minuten und mehr sind nie zumutbar, hier gibt es immer die große Pendlerpauschale. Im Bereich dazwischen sind 60 Minuten plus 1 Minute pro 1 Kilometer einfacher Wegstrecke zumutbar. Also wären bei 30 Kilometern Entfernung 90 Minuten Öffi-Fahrt gerade noch zumutbar. Außerdem arbeitet das Finanzministerium gerade an einem offiziellen Pendlerrechner.

 

Kinderbetreuungsgeld- Novelle

 
Änderungen des seit 1. Jänner 2010 existierenden Kindergeldbetreuungsgesetztes sehen ab dem 1. Jänner nächsten Jahres folgendes vor. Ein einmaliger Wechsel zwischen den verschiedenen Varianten ist nach  Antragstellung binnen 14 Tagen erlaubt. Sollte bei der Beantragung des Kinderbetreuungsgeldes die Erfüllung des Erwerbstätigkeitserfordernisses in Frage gestellt werden, ist ein Umstieg auf die Pauschalvariante 12+2 möglich oder bei Gericht einzuklagen. Während dem Verfahren stehen den klagenden Eltern 33 Euro zu. Die Zuverdienstgrenze wurde auf 6.400 Euro angehoben und es zählen nur noch die vollen bezogenen Kalendermonate. Diese Regelung tritt rückwirkend mit 1. Jänner 2010 in Kraft.

 

Arbeitsrechtliches zur Pflegekarenz und Pflegeteilzeit:

 

Die Verbesserung der neuen Regelungen soll eine bessere Vereinbarung von beruflichen und familiären Pflichten bringen. Die einmalige Pflegekarenz kann bis zu 3 Monaten ab Pflegestufe 3 in Anspruch genommen werden. Voraussetzung für eine Karenz ist unter anderem die Zustimmung des Arbeitgebers und eine schriftliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Eine Pflegeteilzeit kann speziell von Eltern genommen werden, die eine teilweise Arbeitsreduktion benötigen. Voraussetzung für ein Pflegekarenzgeld ist unteranderem ein 3 monatiges durchgehendes Arbeitsverhältnis. Es beträgt 55 Prozent des täglichen Nettobedarfs und die sozialen Absicherungen werden je nach Höhe der Reduzierung vom Bund getragen. 

 

Mehr Informationen zu allen Neuerungen finden Sie auf der Homepage: www.siart.at/jahreswechsel2014

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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