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Nespresso fährt Kampflinie: Wallinger startet Frontalangriff auf die Mitbewerber

29.08.2005

Wolfgang Wallinger: „Der europäische Markt wird von Portionssystemen überschwemmt, die aber nicht im Elektro-Fachhandel verkauft werden“ (siehe dazu auch den Online-Bericht vom 16. Juni sowie „Nespresso/Tchibo: Für und gegen Elektrohandel“ in der Elektrojournal-Ausgabe 6/2005)

Rund 1.500 Besucher sind Samstagabend beim diesjährigen Nespresso-Event Zeugen einer Kampfansage geworden, die Nespresso Österreich-Chef Wolfgang Wallinger in einer Deutlichkeit und Härte gegenüber dem Wettbewerb aussprach, wie sie die Elektrobranche zuvor kaum erlebt haben dürfte.
„Verschont“ wurde bei Wallingers Rundumschlag so gut wie kein Kaffeemaschinen-Anbieter, der auch den Lebensmittelhandel als Vertriebskanal nutzt. Konkret ins Visier genommen wurden dabei Melitta, Philips, Saeco und – natürlich – Tchibo.
Doch „killen“, so die Diktion von Wallinger und seinem Vertriebsleiter Roland Höld, wolle man eigentlich den Lebensmittelhandel, gegen dessen „Billigprodukte“ man dem Elektro-Fachhandel eine taugliche „Waffe an die Hand“ geben werde. Und die sieht so aus, dass der Konsument eine Essenza bereits um 69,99 Euro erwerben kann! Mehr darüber unter „mehr lesen“.

Auch wenn es manche aus den Hochwassergebieten leider nicht schafften, konnte der Nespresso-Event (Motto „Essenza Goes Samba“) heuer knapp 400 Gäste mehr verbuchen als im vorigen Jahr

Perfekt war jedenfalls wieder die Inszenierung der Nespresso-Veranstaltung, die heuer die Halle D des Wiener Messezentrums in ein fiktives Rio de Janeiro umfunktionierte, wo selbst die Christusstatue auf dem Corcovado nicht fehlte (Bild ganz zum Schluss). Zwangsläufig etwas kleiner geraten als das Original, war es doch sehenswert, wie das Wahrzeichen Rios in die Vorstellung der neuen Essenza-Modelle eingebunden wurde. Auch wenn sich die wesentlichste Innovation auf eine programmierbare Wassermenge beschränkt – präsentiert wurde sie, als ob man das Rad neu erfunden hätte.
Doch Wallingers wirkliche Botschaft an „seine“ Elektro-Fachhändler drehte sich diesmal ohnehin nicht um Geräte-Neuheiten...

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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