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Nationale E-Commerce-Plattform: Kaufhaus Österreich gestartet

30.11.2020

Angekündigt wurde die Initiative von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck bereits im Juni, jetzt, kurz vor dem Weihnachtsgeschäft geht das „Kaufhaus Österreich“ auch an den Start. Die „nationale E-Commerce-Plattform“ soll den heimischen Handel als Alternative zu Amazon und Co. präsentieren.

Das Kaufhaus Österreich (www.kaufhaus-oesterreich.at) ist dabei allerdings kein Shop, sondern eine Meta-Plattform, die mit Links auf die Online-Shops der gelisteten österreichischen Händler weiterleitet. In Aussicht gestellt wird, dass man auf diesem Markplatz eine „kostenlose Werbefläche und hohe digitale Kundenfrequenz“ bekommt. Dafür wollen das Wirtschaftsministerium und die WKO mit einer „groß angelegte Kampagne“ sorgen. Unter anderem ist etwa eine eigene Live-Sendung auf ORF III geplant. Das Motto: „Kauf‘ digital, das geht auch regional“.

Seitens der Wirtschaftskammer gibt es für interessierte Händler bereits eine Anleitung. Um gelistet zu werden, kann man über das Online-Branchenverzeichnis „WKO Firmen A-Z“ Fotos und eine Kurzbeschreibung hochladen. Möglich sind dabei je Händler jeweils ein „Digitales Schaufensterbild“ sowie vier Produktbilder. Die Textbeschreibung darf dabei maximal 35 Wörter lang sein.

Im Kaufhaus Österreich sollen übrigens nicht nur Online-Shops gelistet werden, sondern auch zertifizierte E-Commerce & Social Media-Berater. Voraussetzung ist hierfür das UBIT-Zertifikat „Certified eCommerce and Social Media Consultant”. Auch sie sollen eine „kostenlose Werbefläche“ für ihr Unternehmen bekommen und österreichischen Online-Shop-Betreiber dabei helfen, ihre E-Commerce-Kompetenzen auf- und auszubauen.

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