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Nach VKI-Klagsdrohung: mobilkom austria sucht Dialog mit Konsumentenschützern

01.11.2006

Hintergrund der Geschichte: Der VKI hat - im Auftrag der Arbeiterkammer Vorarlberg - die Abrechnungsmodalitäten kritisiert, wonach die Gesprächsabrechnung nicht sekundengenau erfolgt. So müssen Kunden bei Gesprächen von wenigen Sekunden die ganze Minute bezahlen, etwa bei der "beliebten" 60/30-Taktung. Die erste Minute wird in jedem Fall voll bezahlt, auch wenn man nach wenigen Sekunden das Gespräch beendet. Laut VKI belasten diese Taktungsintervalle vor allem kurze Gespräche, wohingegen eine sekundengenaue Abrechnung optimal wäre. In der Unterlassungserklärung fordert der VKI zudem, die Kunden mehr über die Taktung und die Abrechnung zu informieren.

Nachdem gestern, Montag, die Frist für die Unterzeichnung der Unterlassungserklärung abgelaufen ist, droht nun eine Verbandsklage beim Handelsgericht Wien. Allerdings, so die Mobilkom-Rechtsabteilung, habe es in dieser Causa an sich bereits eine Einigung gegeben. Sie verweist dabei auf Gespräche mit Sozialministerium, Verbraucherschützern, Vertretern der Regulierungsbehörde und aller Netzbetreiber am 20. Juli dieses Jahres, wonach jeder Netzbetreiber einen sekundengenau abgerechneten Kurztelefoniertarif anbieten muss. Und dies habe man seitens der mobilkom mit dem Tarif "Seconds Zero" auch getan. Trotzdem nehme man die Unterlassungserklärung "sehr ernst", bemühe sich aber gleichzeitig um eine Fristerstreckung, da eine technische Umsetzung in dieser kurzen Zeit nicht möglich wäre.

Die Konsumentenschützer haben sich die mobilkom als Marktführer zuerst vorgenommen. Je nach Ausgang des Verfahrens werden aber auch den anderen Netzbetreibern in nächster Zeit ähnliche Mahnschreiben zugestellt.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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