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Mysteriöser XXXLutz-„Konkurs“ in Schweden: Anzeige gegen Unbekannt

27.02.2012

Ein Unbekannter „mit deutsch klingendem Namen“ hat einen Insolvenz-Antrag gegen die schwedische XXXLutz-Tochter eingebracht. Das Unternehmen begegnet dem von den Medien ausgeschlachteten Antrag nun mit einer Anzeige wegen schwerer Dokumenten-Fälschung, das Engagement in Schweden gehe weiter.

Es war eine Kampf-Ansage gegenüber dem Rivalen Ikea, als XXXLutz 2010 in Malmö mit dem ersten schwedischen Markt startete – und noch dazu in einem ehemaligen Ikea-Standorte eröffnete. Über einen Mangel an Zores und schlechter Presse kann sich die Österreich-stämmige Großfläche seither nicht beklagen: Vermutete Verstöße gegen Sicherheits- und Arbeitsschutz-Bestimmungen riefen mehrfach Gewerkschaft und Aufsichts-Behörden auf den Plan. Laut Skanska Dagbladet verzeichnete XXXLutz im Vorjahr einen Verlust von 88 Mio. Kronen (10 Mio. Euro), die Zahl der Mitarbeiter sei in einem Jahr von 250 auf 150 gesunken.

 

Skurril lässt sich das jüngste Kapitel im Schweden-Engagement an. Ein Unbekannter mit deutschem Namen, der dem Unternehmen bekannt sei, brachte demnach einen Antrag auf Gläubiger-Schutz ein. Der Antrag war nicht nur unvollständig, sondern wurde auch bei einem nicht-zuständigen Gericht deponiert, ohne die dafür notwendigen Gebühren zu entrichten. Den Weg zu schwedischen Medien fand er dennoch erstaunlich schnell.

 

„Kriminelle Handlung“

 

Ortwin Hofmann, der schwedische XXXLutz-Chef, äußerte sich dazu gegenüber der Nachrichten-Agentur TT. Der Anlauf-Verlust von 10 Mio. Euro sei nicht ungewöhnlich und auch im Zusammenhang mit den Investitionen von insgesamt 45 Mio. Euro zu sehen, die XXXLutz in Schweden getätigt habe. Das Unternehmen wolle dort nach wie vor expandieren. Beim fraglichen Antrag handle es sich um eine „kriminelle Handlung“, die strafrechtlich geahndet werde.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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