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Multichannel im Multikulti-Bezirk: Conrad setzt sich als Nahversorger ins Wiener Stadtzentrum

05.11.2012

Runter von der Wiese, rein in die große Stadt. Wurden die fünf Conrad Megastores bislang strategisch an den Stadtgrenzen positioniert, so stellt Megastore Nummer sechs eine Novität dar. Mitten im Ballungsgebiet des 15. Wiener Gemeindebezirks öffnete in der Vorwoche der neue Conrad-Store am Meiselmarkt seine Tore. Und nicht nur die eigene U-Bahn-Anbindung (U3-Station Johnstraße) macht ihn so besonders: im Inneren versprechen die Verantwortlichen nämlich „Multichannel in Reinkultur“.

Größentechnisch macht die zentrale Lage kaum einen Unterschied: auf rund 2.000 Quadratmeter finden die Kunden rund 35.000 Produkte lagernd. Und was nicht lagernd ist, wird lagernd gemacht. „Insgesamt können unsere Kunden im Geschäft auf 250.000 Artikel zugreifen“, erklärt Marktleiter Andreas Schubaschitz. Erreicht wird das über interaktive Displays, über die Kunden auch gleich Bestellungen tätigen können. „Das, was viele glauben bei Multichannel erfunden zu haben, hier finden Sie es in Reinkultur. Die perfekte Verknüpfung zwischen Distanz- und stationärem Handel”, freut sich Neo-Conrad-Geschäftsführer Thomas Schöfmann. Bestellt der Kunde, kann er sich aussuchen, ob der die Produkte geliefert haben, oder er sie doch lieber im Markt abholen möchte.

Willkommen im Sprachen-Paradies

Ebenfalls interaktiv sind auch die so genannten „Highlight-Möbel“, in denen Monitore integriert sind. Zieht der Kunde diese aus der Verankerung, werden tiefergehende Informationen (etwa technische Daten usw.) zu den Ausstellungsstücken angezeigt. Hilft das nicht weiter, stehen den Einkaufswilligen 65 Mitarbeiter zur Verfügung, die – passend zum Ruf des 15. als Multikulti-Bezirk – in insgesamt 12 Sprachen beraten können. „Wir haben gezielt darauf geachtet, dass unsere Mitarbeiter zum Einzugsgebiet passen”, so Schöfmann.

Apropos Einzugsgebiet: dieses soll, so schätzen Schöfmann und Schubaschitz, rund 100.000 Menschen direkt und bis zu 500.000 Menschen erweitert umfassen. Und das vor allem dank der guten Öffentlichen Verkehrsanbindung des Meiselmarkts. Eine U-Bahnstation hat man unterm Haus, eine Straßenbahn- sowie zwei Buslinien davor. „Der Standort Meiselmarkt ist ausgesprochen interessant. Durch die hier fehlende Handelslandschaft in unserem Sortiment ist es unser Ziel, zum Nahversorger im Umkreis zu werden, der die Bedürfnisse von rund 100.000 Menschen abdeckt“, erklärt Schubaschitz.

Auch die große Weiße soll ins Sortiment

Abgedeckt werden auf zwei Stockwerken jedenfalls die Bedürfnisse in Sachen Multimedia, Telekommunikation, IT, Modellbau, Haus und Heim-Elektronik, Kleinelektronik sowie Kleingeräte. Geräte der großen Weißen gibt’s derzeit nur bedingt (kleine Kühlschränke usw.). „Aber wir arbeiten daran auch die große Weißware ins Sortiment zu bekommen“, so Schöfmann.

„Gratuliere unseren Kollegen von Saturn“

Während man also beim Sortiment durchaus noch mit Neuzugängen rechnet, so sieht’s bei weiteren Conrad-Standorten derzeit eher nicht danach aus. Der Wiener Raum ist aus Sicht Schöfmanns nun gut abgedeckt, weitere Standorte könnte er sich aber durchaus rund um Innsbruck und in Vorarlberg vorstellen. „Wir sind ein sehr gesundes Unternehmen und Fremdkapital ist für uns ein Fremdwort. Aus diesem Grund expandieren wir zwar langsam, dafür aber nachhaltig. Schließlich tragen wir auch die Verantwortung für unsere Mitarbeiter und ihre Familien.“

Übrigens: den Eröffnungstag selbst bezeichnen sowohl Schöfmann als auch Schubaschitz als Erfolg. Rund 8.500 Kunden stürmten von 6 bis 19 Uhr die neuen Conrad-Hallen. „Nachdem wir an diesem Tag nicht die einzigen waren, die eröffnet haben, war’s für uns schon sehr spannend“, erzählt Schubaschitz. Bekanntlich eröffnete am selben Tag auch der Saturn in Wien-Auhof. „In diesem Sinne möchte ich auch unseren Kollegen von Saturn Auhof gratulieren, die haben zur Eröffnung ebenfalls einen wirklich guten Job gemacht“, so ein fairer Conrad-Chef.  

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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