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Mobilfunker im Aufruhr: EU will Roaming-Gebühren praktisch verbieten

28.03.2006

"Geschäftsleute dürfen durch einen Grenzübertritt nicht bestraft werden", argumentiert EU-Kommissarin Viviane Reding ihre Gesetzesinitiative. Eine Untersuchung habe nämlich gezeigt, so Reding weiter, dass die Roaming-Gebühren trotz einer Warnung der Kommission nicht zurückgegangen seien. Reding kündigte daher eine EU-Verordnung an, um die Preise zu stabilisieren. Dieser Verordnung müssten dann jedoch noch die nationalen Regierungen und das Europäische Parlament zustimmen, wobei die nationalen Regulierer die Kommission mehrheitlich unterstützen.

Die Kommission wird vorschlagen, dass die Mobilnetzbetreiber Mobilfunkern aus anderen Ländern ihre Netze quasi zum Selbstkostenpreis überlassen müssen. Damit die Einsparungen auch an den Endkunden weiter gegeben werden, sollen die Endpreise staatlich reguliert werden.
Abgehende Gespräche sollen ähnlich wie im Heimatnetz des Kunden berechnet werden, schlägt Reding vor. Ein Kunde eines österreichischen Handynetzbetreibers, der sich in Barcelona ein Taxi ruft, solle nur ein Ortsgespräch bezahlen. Ruft er von dort allerdings seine Familie in Österreich an, wird ein internationales Gespräch fällig.
Die Kommission will ihre Pläne nun im Internet zur Diskussion stellen. Auf Basis dieser Anhörung will Reding möglichst noch im Juni einen konkreten Verordnungs-Entwurf präsentieren.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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