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Mobile Datendienste feiern unfröhliche Urständ': Streitschlichtungsstelle der RTR zählt Beschwerderekord

30.05.2012
RTR

42 Prozent der 5.470 bei der RTR eingebrachten Streitschlichtungsverfahren im vergangenen Jahr haben mobile Datendienste betroffen, das ist bisheriger Rekord. Der durchschnittliche Streitwert lag bei 611 Euro. Bei 52 Prozent der Betroffenen konnte die RTR eine Einigung bei den eingeleiteten Verfahren erzielen. Für das heurige Jahr erwartet sich Georg Serentschy einen Rückgang der Beschwerden bei den mobilen Datendiensten.

Nicht zuletzt deshalb, da seit dem 1. Mai die Kostenbeschränkungsverordnung in Kraft  ist. Demnach dürfen beim Datenroaming im Inland maximal 60 Euro verrechnet werden. Die Beschwerdefälle enfallen zu 13 Prozent auf die Festnetztelefonie und 87 Prozent auf Probleme im Mobilfunk-Bereich. "Die meisten Verfahren betrafen A1 Telekom Austria und T-Mobile", gibt RTR-Geschäftsführer Georg Serentschy an.

Smartphone-Tarife verdoppelt

"Erwartungsgemäß entfällt mit 2.317 (42 Prozent) der größte Anteil aller eingebrachten Verfahrensgegenstände auf die Problematik 'mobile Datendienste'. Ein Grund für diese Entwicklung ist sicherlich darin zu sehen, dass sich von 2010 auf 2011 die Anschlüsse mit Smartphonetarifen von 822.000 auf 1.793.000 mehr als verdoppelt haben," so Serentschy. "Die Mitteilungsverordnung, die wir derzeit öffentlich konsultieren, wird die Betreiber hinkünftig verpflichten, transparenter und besser verständlich über Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu informieren."

Weitere Verordnungen, die die RTR-GmbH seit Inkrafttreten der TKG-Novelle im November 2011 zum Schutz der Nutzer erlassen hat, sind die Einzelentgeltnachweisverordnung und die Nummernübertragungsverordnung. Der Streitschlichtungsbericht 2011 sowie die Verordnungen der RTR-GmbH sind unter www.rtr.at veröffentlicht.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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