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Bundesspartenobfrau Renate Scheichelbauer-Schuster: „Die nun vorliegenden Zahlen zeigen, dass der Mindestlohn für unsere kleinen und mittleren Betriebe schwer zu stemmen ist.“

Mindestlohn belastet KMUs überproportional

12.09.2017

Einführung des Mindestlohns: Aufgrund der zu erwartenden hohen Belastungen für KMUs fordert die WKÖ Lohnsteuerentlastungen.

Die am 9. September 2017 in der Tageszeitung Die Presse veröffentlichten Details zur Mindestlohn-Studie des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) zeigen, dass kleine und mittlere Unternehmen überproportional vom Mindestlohn betroffen sind.

Der Grund: Im Vergleich zu Großbetrieben steigen bei kleineren Unternehmen die Mindestlöhne um etwa 20 Prozent.

Dazu Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk: „Grosso Modo und über alle Branchen wird der Mindestlohn bis 2020 zu verkraften sein.“ Viele Betriebe aber werde die Einführung des Mindestlohns „an ihre Grenzen bringen“.

In 90 bis 95 Prozent der betroffenen Betriebe bewegt sich die Größe bei weniger als neun Mitarbeitern. „Die Studie sieht für diese Betriebsgrößen klare Nachteile“, verdeutlicht Scheichelbauer-Schuster.

Hinzu kommt, dass der Mindestlohn in Österreich 14-mal ausbezahlt wird – damit liegt der heimische Mindestlohn um 14 % über dem Vergleichswert aus Deutschland, der bei 8,84 Euro liegt.

Scheichelbauer-Schuster: „Die Wirtschaft ist mit der Zustimmung zur Einführung eines Mindestlohns von 1.500 Euro bis 2020 in Vorleistung getreten.“

Die Bundesspartenobfrau fordert daher: „Wir brauchen eine Entlastung – sowohl was mehr Möglichkeiten bei den Arbeitszeiten anlangt, als auch bei den Lohnnebenkosten. Denn auch hier sind es die kleinen und mittleren Unternehmen, die überproportional von unflexiblen Arbeitszeiten und der hohen steuerlichen Belastung betroffen sind.“

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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