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Miele verkauft Küchen-Sparte – doch „Heilige Kuh“ wird nicht geschlachtet!

03.09.2005

Bis inklusive 2010 wird der Markenname auf jeden Fall beibehalten

Schon zu Jahresbeginn hat die Miele & Cie. KG in Gütersloh ihre neue Strategie verkündet, wonach man sich künftig voll aufs Kerngeschäft konzentrieren werde: nämlich auf Herstellung, Vertrieb und Service von Hausgeräten und Geräten für den gewerblichen Einsatz. Trotzdem ist man von der konsequenten Umsetzung ein wenig überrascht: Denn mit 1. September hat sich der Miele-Konzern von seiner exzellenten Küchenmöbel-Sparte getrennt!
Überraschend vielleicht auch deshalb, weil Miele Österreich nur wenige Tage zuvor noch die neue Küchenkreation in Orange/Schwarz angepriesen hat.

In der Schweiz klarer Marktführer: AFG-Küchen

Doch der Deal ist vollzogen: Das Miele-Küchenwerk im deutschen Warendorf mit seinen derzeit 300 Mitarbeitern geht ins Eigentum der renommierten Schweizer Arbonia-Forster-Holding AG (AFG) über, die damit zu einem der bedeutendsten Küchenhersteller Europas avanciert. Angaben zum Kaufpreis wurden keine gemacht.

Aus dem Miele-Küchenwerk soll die AFG-Tochter Warendorfer Küchen GmbH werden

Ausschlag gebend dafür, dass die Transaktion mit den Schweizern bewerkstelligt wurde, waren nicht zuletzt jahrzehntelange Geschäftsbeziehungen. Wobei der Verkauf mit Sicherheit nicht übers Knie gebrochen wurde: Erste Gespräche zwischen der AFG und Miele erfolgten bereits im Juli 2004!
Freilich: Im Gegensatz zur Zweitmarke Imperial, deren Name bald Geschichte sein wird (Elektrojournal Online berichtete), kann von einem „Aus“ der Küchenmarke Miele keine Rede sein. Dies nur vorweg, nachdem Elektrojournal Online mit einer etwas „entgeisterten“ Reaktion aus dem Handel konfrontiert worden ist: „Man wird doch keine Heilige Kuh schlachten...?“

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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