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„Microcontroller“ soll alten Waschmaschinen das Energiesparen beibringen

09.07.2004

Das deutsche Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) will eine Methode entwickelt haben, mit der alte Waschmaschinen energieeffizient aufgerüstet werden können. Durch den Einbau eines so genannten Microcontrollers könne der Stromverbrauch bei gebrauchten Maschinen „drastisch gesenkt“ werden, heißt es. Die Microcontroller-Steuerung ersetze dabei das herkömmliche mechanische Programmwerk und helfe, bei alten Waschmaschinen Strom und Wasser zu sparen.
Siegfried Behrendt vom IZT erklärt dazu wörtlich: „Wird die neue elektronische Steuerung bei einer sechs bis sieben Jahre alten Waschmaschine eingebaut, sinkt der Stromverbrauch auf das Niveau eines Neugerätes (nicht aber der Wasserverbrauch, Anm. d. Red.). Das neue elektronische Schaltwerk hat außerdem den Vorteil, dass man es leicht den verschiedenen Waschmaschinen-Typen anpassen kann.“
Den Wissenschaftern geht es dabei natürlich um die Abfallvermeidung. Darum kooperieren sie auch mit Recyclingbetrieben. Darüber hinaus hoffen sie aber, Hausgeräte-Hersteller zu finden, deren Kundenservice die Montage des Controllers im Haushalt routinemäßig durchführt. Gedacht ist die neue Steuerung vor allem für hochwertige, langlebige Markenmaschinen, bei denen das konventionelle mechanische Schaltwerk defekt ist.
Der Nachteil der neuen Lösung ist jedoch, sagt man beim IZT selbst, dass die Controller von Hand gefertigt werden und derzeit noch „dementsprechend“ teuer seien. Deshalb sei man auch mit Herstellern im Gespräch, um eine günstigere Serienfertigung zu erreichen.
Mit welchen Herstellern die Wissenschafter „im Gespräch“ sind, wäre freilich interessant zu erfahren. Elektrojournal Online hat zur „Stichprobe“ bei Whirlpool Austria und Miele Österreich nachgehakt...

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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