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Mekka war der Untergang: Österreichischer Luxus-Leuchtenhersteller mit 6,2 Mio. in der Miese

13.08.2019

Der Luxus-Leuchtenhersteller Consot Unternehmensbeteiligungsgesellschaft m.b.H. mit Sitz in Guntramsdorf ist insolvent. Ein Großprojekt in der Moschee von Mekka (Saudi Arabien) knipste den Niederösterreichern (vorerst) das wirtschaftliche Licht aus.

Das Unternehmen, das sich auf die Herstellung von hochpreisigen Beleuchtungskörpern konzentriert hat und insbesondere als Markeninhaberin von „LIGHTS of VIENNA“ bekannt ist, musste heute beim Landesgericht Wiener Neustadt den Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung stellen.

Zahlungen aus Mekka blieben aus

Wie Creditreform mitteilt wurde das Unternehmen 1994 gegründet und war seitdem für eine Vielzahl von internationalen Hotelbetrieben tätig und hat weltweit Hotels mit speziellen Beleuchtungsmitteln ausgestattet. In den letzten Jahren konzentrierte man sich verstärkt auch auf den arabischen Raum. Das Hauptprojekt war die Ausstattung der Moschee in Mekka, Saudi-Arabien. Dort fungierte man als Subauftragnehmer. Aufgrund von politischen Veränderungen nach dem Tod des Königs kam es zu Verzögerungen bei der Umsetzung des – bereits vorfinanzierten – Projektes. Zugesagte Zahlungen blieben demnach aus oder langten nicht in der angekündigten Höhe ein. Diese Zahlungsverzögerungen führten nun zur Insolvenz. Interessantes Detail am Rande: Zuvor hat man bereits die Moschee von Medina (ebenfalls Saudi Arabien) ausgestattet und bisher 15.623 vergoldete Luster nach Mekka und Medina geliefert. 

Eine weitere Insolvenzursache war außerdem die vorangegangene Pleite einer Beteiligungsgesellschaft, der ConSeal GmbH., wo nun die übernommene Haftung schlagend wurde. Gemäß den vorgelegten Unterlagen sind von diesem Insolvenzverfahren 37 Gläubiger mit Gesamtforderungen von rund 6.284.357,46 Euro betroffen – ebenso wie 26 Dienstnehmer. Die Aktiva werden mit 1.673.000,00 Euro beziffert.

Weiterführung geplant

Das Unternehmen soll fortgeführt werden, ein umfassender Restrukturierungplan liegt bereits vor. Derzeit wird aber davon ausgegangen, dass der Auftrag in Saudi-Arabien nicht weitergeführt werden kann und das Unternehmen nach Teilbetriebsschließungen lediglich auf die derzeitige Auftragslage begrenz fortgeführt werden soll. Hierbei wird es auch zu einer Kürzung der Dienstnehmeranzahl kommen.

Die Insolvenzgläubiger erhalten zur vollständigen Befriedigung ihrer Forderungen eine 25%ige Quote, zahlbar innerhalb von zwei Jahren ab Annahme des Sanierungsplans.

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