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Mehr Elektroaltgeräte, mehr Verantwortung: Masse steigt bis 2017 um 30 Prozent

07.01.2014

Eine internationale Studie der Vereinten Nationen errechnete, dass im Jahr 2017 in den entwickelten Ländern rund 65,4 Millionen Tonnen an Elektroaltgeräten anfallen werden – gegenüber 2012 bedeutet dies einen Anstieg um mehr als 30 Prozent. Umso mehr sind Konsumenten dazu aufgerufen, ordnungsgemäß zu entsorgen. Jeder Österreicher produzierte heuer rund 25 Kilogramm E-Müll.

Erst unlängst gelang der Wiener Polizei ein Schlag gegen illegale Sammelbrigaden, die heimische Elektroaltgeräte gesetzeswidrig nach Serbien transportieren wollten. "Es ist erwiesen, dass jene Teile, die sich zu Geld machen lassen, von den illegalen Sammlern verkauft werden. Der Rest landet einfach irgendwo und schädigt die Umwelt. Darüber hinaus gehen dadurch der österreichischen Volkswirtschaft nicht nur wertvolle Sekundärrohstoffe sondern auch beträchtliche Altstoff-Erlöse verloren. Und letztlich müssten in weiterer Folge für diese Verluste die Konsumenten durch teurere Preise bei Neugeräten aufkommen", sagt Elisabeth Giehser, Geschäftsführerin der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle.

 

Die großen internationalen Online-Versender drücken sich bislang vor der Verantwortung, Entsorgungsabgaben hierzulande zu bezahlen. Wie bereits mehrfach von Elektrojournal berichtet, soll die neue WEEE-Richtlinie für Ordnung sorgen.     

 
Schwellenländer produzieren mehr E-Schrott

Die Schwellen- und Entwicklungsländer produzieren der UN-Studie zufolge übrigens einen größeren EAG-Anteil als die Industrienationen. Im vergangenen Jahr seien in Staaten wie den USA und Japan sowie den EU-Mitgliedsländern zusammen 23,5 Millionen Tonnen verursacht worden. In allen anderen Ländern seien es 25,4 Millionen Tonnen gewesen.

 

Das teilte die unter anderem von den Vereinten Nationen begleitete Initiative "Solving the E-Waste Problem" (Step) mit. So gehe der Masse-Anstieg bis 2017 vor allem auf das Konto von Entwicklungsländern sowie wirtschaftlich aufstrebenden Staaten wie Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, hieß es. Im Jahr 2007 verzeichneten noch die Industrienationen den größten Anteil.

 
25 Kilogramm pro Österreicher 

In diesem Jahr produziert nach Step-Statistiken jeder Mensch auf der Welt pro Jahr durchschnittlich sieben Kilo Elektromüll. Dabei liegen die Amerikaner mit fast 30 Kilo pro Person vorn, bei den Österreichern sind’s rund 25 Kilo.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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