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Medienpool unter Kranbahn: LED-Leuchten für die ZHAW-Bibliothek

27.07.2015

Studierende und Mitarbeiter der ZHAW - Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften nutzen nun die Hochschulbibliothek auf dem Sulzer-Areal in Winterthur. Die ehemalige Sulzer-Halle-87 wurde zu einem Medienzentrum umgebaut. Für gutes Licht auf einem großen Teil der Flächen der Zentralbibliothek sorgen LED-Sonderleuchten.

Aus der Sulzer-Halle-87 in Winterthur entstand ein Medienzentrum, das mit LED-Sonderleuchten ausgestattet wurde.
Das Innere des neuen Medienzentrums in Winterthur.

Das Sulzer-Areal ist ein ehemaliges Industriegebiet von Sulzer und der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik im Zentrum von Winterthur. Seit 1990 entwickelt sich hier ein Stadtquartier mit einem vielseitigen Wohn-, Arbeits-, Freizeit- und Bildungsangebot. Das jüngste Projekt ist die Zusammenlegung der fünf Teilbibliotheken der ZHAW in der ehemaligen Sulzer-Halle 87.

Nach einer zwischenzeitlichen Nutzung als Musical- und Konzertbühne hatten im November 2012 die Bauarbeiten begonnen, und das Gebäude wurde nach Plänen von P&B Partner Architekten  für den modernen Bibliotheksbetrieb umgestaltet. Im Ergebnis ist die mit über 6000 Quadratmetern flächenmäßig größte Fachhochschulbibliothek im deutschsprachigen Raum entstanden. Über 120.000 Medien, eine elektronische Selbstausleihe und -rückgabe, zirka 700 Arbeitsplätze, Schulungsräume und eine Cafeteria zählen zum Angebot der Bibliothek.

Wissensspeicher im Industriedenkmal

Bei der Umgestaltung des Industriebaus mussten die Architekten klare Vorgaben des Denkmalschutzes berücksichtigen. Die Werkshalle war in den Jahren 1930 bis 1931 vom Architekten Lebrecht Völki entworfen worden. Das dreigeschossige Werkstattgebäude wurde als Stahl-Skelettbau mit Geschossdecken aus einer Stahl-Beton-Konstruktion erstellt. Die Fassade – konstruiert als Curtain Wall – besteht aus einer Eternitverkleidung und großflächigen Verglasungen. Bei der Umnutzung zur Bibliothek sind die markanten Architekturelemente erhalten geblieben. Nur in Teilbereichen wurden in die elf Meter hohe Halle im Erdgeschoss Zwischengeschosse als von der Fassade losgelöste Ebenen eingebaut. Die originale Stützen- und Trägerkonstruktion aus genietetem Stahl ist allgegenwärtig, und auch die alten Kranbahnen überspannen nach wie vor die Räume.

Anforderungsgerechtes Leuchtendesign

Angesichts der teils beträchtlichen Volumen der Räume standen die Lichtplaner vor der Herausforderung, eine Leuchte zu finden, die gestalterisch mit der alten Industriearchitektur harmoniert und gleichzeitig aus großen Höhen ausreichende Beleuchtungsstärken in den Nutzebenen generiert. Eine von Fluora Leuchten realisierte Sonderleuchte erfüllt beide Vorgaben. Ausgangspunkt für ihr Design waren Handskizzen der Architekten und Lichtplaner. Ein nach diesen Ideen erstellter Prototyp wurde bemustert und nach einer leichten Modifikation fiel die Entscheidung, 400 Exemplare der Pendelleuchte zu fertigen. In dem klassisch geformten Leuchtenkörper, der sich aus einem zylindrischen oberen Abschnitt und einem parabolischen Leuchtenschirm zusammensetzt, kommen LED-Module und LED-Driver von Tridonic zum Einsatz.

Lichttechnik für alle Raumhöhen

Während ursprünglich geplant war, die verschiedenen Raumhöhen, zwischen drei Meter in den Schulungsräumen und elf Meter in der Halle im Erdgeschoss, mit verschiedenen Leuchtenbaugrößen zu bedienen, lieferte das Tridonic-LED-Portfolio die benötigten Kombinationen aus LED-Modulen und LED-Driver, um durchgehend einen Leuchtentyp mit der jeweils passenden Lichttechnik auszustatten.

In den Bereichen mit großen Lichtpunkthöhen kommen die LED-Module Talexx-Module-FLE zum Einsatz. Sie eignen sich für die Beleuchtung hoher Hallen. Für jene Bereiche mit moderaten Deckenhöhen fiel die Wahl auf die Module Talexx-Module SLE-GEN3, die Tridonic für die Anwendung in Spotlights und Downlights im Programm hat. Beide LED-Modultypen arbeiten in einem Leistungsbereich, der eine aktive Kühlung erfordert. Realisiert wird diese mit einem Lüfter, der oben im Leuchtengehäuse platziert ist. Die korrekte Auslegung dieses aktiven Thermomanagements hat Tridonic mit Messungen unterstützt und dem Kunden entsprechende Freigaben für die Kombination aus Lüfter, LED-Modulen und LED-Driver erteilt. Versorgt werden die LED-Module über die Talexx-Driver LCAI-100-W und die Talexx-Driver LCI-35-W.

Martin Vorburger, der den Entwicklungsprozess der Bibliotheksleuchten bei  Fluora Leuchten begleitet hat, resümiert: „Tridonics Programm aus LED-Modulen und dazu passenden LED-Drivern hat es ermöglicht, die unterschiedlichen Beleuchtungsaufgaben in diesem Projekt mit einem einheitlichen Leuchtendesign zu erfüllen.“ Er betonte, dass die technische Unterstützung seitens Tridonic bei der Integration der Komponenten ein wichtiger Beitrag zu Effizienz und Langlebigkeit der Leuchten wäre.

Am Projekt beteiligten sich Real Estate Asset Management Schweiz der Credit Suisse, Lebrecht Völki,  P&B Partner Architekten, Vogtpartner und Fluora Leuchten. Das Hochbauamt des Kantons Zürich war für die baufachliche Begleitung des Gesamtprojekts sowie die mieterseitige Ausstattung der Räumlichkeiten mit Mobiliar, Informatik- und Audio-Video-Installationen sowie Geräten verantwortlich.

 

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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