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Media-Saturn verliert flächenbereinigt leicht: Mutter Metro baut aufs Weihnachtsgeschäft

17.10.2013

Der deutsche Handelsriese Metro blickt angesichts anziehender Geschäfte im deutschen Heimatmarkt optimistisch auf das wichtige Weihnachtsgeschäft. "Wir gehen gestärkt und mit großer Zuversicht in das anstehende Weihnachtsgeschäft", sagt Metro-Chef Olaf Koch. Koch hatte zuvor für das abgelaufene Rumpfgeschäftsjahr 2013 einen leichten Umsatzrückgang vermelden müssen. Vergleichsweise stabil sind die Umsatzzahlen bei Media-Saturn, flächenbereinigt bleibt allerdings ein Minus stehen. Das Online-Geschäft legt weiter zu.

Die Metro Group habe nach vorläufigen Zahlen von Jänner bis September einen Umsatz von 46,3 (Vorjahr: 47,4) Mrd. Euro eingefahren. Grund für das Minus sei auch die Krise in Südeuropa. Konzern-Chef Olaf Koch sieht aber Zeichen der Besserung: Im dritten Quartal habe Metro im wichtigen deutschen Heimatmarkt zulegen können, betonte er. Seine Prognose für das Rumpfgeschäftsjahr 2013, nach der der operative Gewinn (Ebit) vor Sonderfaktoren leicht über dem Vorjahreswert von 706 Millionen. Euro liegen soll, bekräftigte er.

 

Media-Saturn: Umsatz stabil, flächenbereinigt Minus von zwei Prozent

 

Koch will den Konzern wieder auf Wachstum trimmen, vor allem im deutschen Heimatmarkt hatte Metro in der Vergangenheit bei seinen Großmärkten Probleme. Beim langjährigen Sorgenkind Media-Saturn schaut’s in Deutschland bereits jetzt wieder besser aus. Flächenbereinigt konnte ein Umsatzanstieg von 3,1 Prozent verbucht werden.

 

Weltweit verzeichnete die Elektronikkette flächenbereinigt (in lokaler Währung) allerdings ein Minus von zwei Prozent in den ersten neun Monaten. Bedingt sei dieser Umsatz-Rückgang durch das nach wie vor schwierige wirtschaftliche Umfeld in Südeuropa und einigen osteuropäischen Ländern, heißt es seitens der Metro Group. 948 Märkte betreibt Media-Saturn derzeit. 2013 wurden 20 Standorte eröffnet, 14 geschlossen.

Online legt zu

Das lange vernachlässigte Online-Geschäft stieg hingegen um mehr als 70 Prozent. Dazu haben sowohl die Mehrkanalumsätze von Media-Saturn als auch eine starke Steigerung der Redcoon-Umsätze beigetragen.

Somit stieg bei Media-Saturn der Umsatz, ohne Rücksicht auf die Flächenentwicklung, in den ersten neun Monaten um 0,6 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro, wobei er im dritten Quartal um 0,1 Prozent leicht sank und 4,8 Milliarden Euro ausmachte.

 

Im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr setzte Koch aber auch auf Immobilienverkäufe, um die Kassen zu füllen. So trennte sich der Konzern von den Immobilien von Großmärkten in Frankreich. Und auch das Rumänien-Geschäft der Supermarktkette Real veräußerte Koch, zuvor waren bereits andere Real-Märkte in Osteuropa verkauft worden.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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