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Media-Saturn reagiert auf Vorwürfe: „Agieren klar gemäß der Gesetzgebung“

23.06.2014

Die Geschäftsführung von Media Markt und Saturn weist angesichts der heutigen Gewerkschaftskritik darauf hin, bereits eine Reihe von Maßnahmen gesetzt zu haben. Dem Dialog mit der GPA stehe man grundsätzlich offen gegenüber. Media-Saturn agiere als Unternehmensgruppe klar gemäß der österreichischen Gesetzgebung, das betreffe alle Unternehmensbereiche, auch Dienstverträge und Arbeitsregelungen.

Die zuständigen Geschäftsführer seien angewiesen, als Unternehmer in ihren Media Märkten und Saturn Häusern vor Ort dementsprechend zu agieren. "Ausnahmen oder Verstöße rechtlicher Rahmenbedingungen gestattet die Unternehmensführung nicht", heißt es in einem der APA übermittelten Statement der Geschäftsführung.

Die Gründung eines Betriebsrates sei unabhängig von den umgesetzten Maßnahmen und von der Unternehmenspolitik stets Mitarbeiter-Angelegenheit. Die Unternehmensleitung bestätige zu keinem Zeitpunkt Maßnahmen, um derartige Initiativen zu unterbinden oder zu verhindern.

Zu den Medienberichten über Mitarbeiterkontrollen und Leibesvisitationen im Media Markt Krems zu Jahresbeginn heißt es, die Unternehmensleitung habe sofort reagiert und die Situation im Sinne der Mitarbeiter verantwortungsvoll gehandhabt und lückenlos aufgeklärt sowie die "aus unserer Sicht nötigen Konsequenzen gezogen".


Überarbeitete Dienstverträge

Als Maßnahmen, die seit Jahresanfang umgesetzt worden seien, nennt die Geschäftsführung unter anderem die Ausgabe überarbeiteter Dienstverträge per 1. Jänner 2014. "Die gesetzeskonforme Textierung unserer Arbeitsverträge bzw. allfälliger Anpassungen ist dabei selbstverständlich", so Media-Saturn. Den Mitarbeitern habe man angeboten, unklare Vertragsklauseln zu diskutieren, Verträge nötigenfalls anzupassen.

Die regionalen Geschäftsführer seien zu Jahresbeginn auf ihre Rechte und Pflichten vor allem bezüglich Mitarbeiterkontrollen hingewiesen worden. Zudem hätten die regionalen Geschäftsführer an allen Standorten Mitarbeiterveranstaltungen umgesetzt, um die Kommunikation weiter zu verbessern. Angeboten worden sei darüber hinaus die Möglichkeit der zentralen Kontaktaufnahme mit eigenen, speziell geschulten und der nationalen Geschäftsführung unterstellten Mitarbeitern. Aufklärungsaktivitäten würden umgesetzt um jegliche Fehlhandlungen auszuschließen.

Media Markt und Saturn unterstützten eine "offene, transparente und wertschätzende Kommunikation" zwischen Mitarbeitern und ihren Vorgesetzen. "Dem Dialog mit der GPA stehen wir grundsätzlich offen gegenüber", so die Geschäftsführung. Dies habe man Mitte Mai in einem Schreiben an die GPA klar kommuniziert.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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