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Media-Saturn im 1. Halbjahr: Online ist gut für den Umsatz, aber schlecht fürs EBIT

31.07.2012

Der Umsatz von Media-Saturn stieg im 1. Halbjahr um 2,3 Prozent auf 9,5 Mrd. Euro. Der Zuwachs, der aufs verstärkte Online-Geschäft zurückgeht, wurde teuer erkauft. Das EBIT vor Sonderfaktoren drehte deutlich ins Minus. Im Konzern macht man neben der „Schärfung des Preis-Profils“ auch „geringere Werbekosten-Zuschüsse“ dafür verantwortlich.

Lag das EBIT im ersten Halbjahr 2011 noch bei plus 22 Mio. Euro, so fiel es im diesjährigen Vergleichs-Zeitraum auf minus 79 Mio. Bei Media-Saturn macht man dafür gleich mehrere Gründe verantwortlich: erhöhte Preis-Aggressivität, geringere WKZ, höhere Expansions-Kosten, Anlauf-Verluste und die Kosten für den Ausbau des Mehrkanal-Geschäfts. Dennoch will man am Online-Fokus festhalten: Die Umsätze aus diesem Bereich legten im ersten Halbjahr 2012 auf 322 Mio. Euro zu (H1 2011: 41 Mio. Euro).

 

Trotz Rückgängen in Ost- und Westeuropa (ohne Deutschland) verzeichnet Media-Saturn daher insgesamt ein Umsatzplus: um 2,3 Prozent auf 9,5 Mrd. Euro bzw. im zweiten Quartal des Jahres um 4,5 Prozent auf 4,5 Mrd. Euro. „Der Quartals-Umsatz profitierte auch von den erfolgreichen Marketing-Kampagnen im Rahmen der Fußball-EM“, heißt’s dazu im Quartals-Bericht.

 

Online-Geschäft kann Westeuropa nicht rausreißen

 

In Deutschland wuchsen die Umsätze im ersten Halbjahr um 5,5 Prozent auf 4,4 Mrd. Euro (flächenbereinigt: plus 1,1 Prozent), im zweiten Quartal dank Redcoon-Akquisition gar um 11,4 Prozent. Traurig sieht’s hingegen in Osteuropa aus: minus 5,7 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro. Auch in Westeuropa ohne Deutschland verringerte sich der Umsatz um 2,5 Prozent auf 3,9 Mrd. Euro – trotz gestiegener Online-Umsätze (149 Mio. Euro). Neben dem Ausstieg in Frankreich belastete der Nachfrage-Einbruch in Südeuropa das Ergebnis. Mehr Geschäft verzeichnet der Konzern in Asien durch die Eröffnung weiterer Testmärkte.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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