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Massive Forderungsausfälle: Tiroler Elektrodienstleister in Konkurs

23.01.2020

41 Gläubiger, 86 betroffene Arbeitnehmer und einen Schuldenberg in Höhe von rund 947.000 Euro hinterlässt ein Tiroler Elektrodienstleister aus Innsbruck.

2012 in Telfs gegründet beschäftigt sich die Electron Technology GmbH seit jeher mit Elektrodienstleistungen aller Art. Frei nach dem Firmenmotto „Alles ist machbar, nichts ist unmöglich“ ist man zwischenzeitlich nicht nur nach Innsbruck umgezogen, sondern hat zuletzt auch noch einen stolzen Umsatz von rund 4,1 Mio. Euro erwirtschaftet.

2019 verlief allerdings problematisch: die Insolvenz eines Kunden kostete dem Unternehmen fast 100.000 Euro, eine weitere 100.000 Euro-Forderung musste mittels Gericht betrieben werden. Dazu gesellten sich Nachzahlungen aufgrund einer Lohnabgaben-Prüfung (GPLA) in Höhe von rund 250.000 Euro. Glücklicherweise konnte die Kreditlinie bei der Hausbank von 350.000 Euro auf 600.000 Euro aufgestockt werden, um die Forderungen zu bedienen. Ende Dezember soll die Hausbank dann aber einen Rückzieher gemacht haben. Nachdem keine alternativen Finanzierungen in Sicht waren, musste der Elektrodienstleister jetzt den Weg zum Konkursgericht antreten.

Die Aktiva werden mit rund 62.500 Euro beziffert, davon entfallen 42.500 Euro auf 17 Fahrzeuge und der Rest auf Werkzeug und Kleinmaterial. Dazu kommen aber noch offene Forderungen in Höhe von 67.000 Euro. Dem gegenüber stehen Passiva von rund 947.000 Euro. Davon entfallen 310.000 Euro auf die Hausbank, 300.000 auf Krankenkassen, 150.000 auf die Mitarbeiter, 125.000 auf die Finanz und 62.500 Euro auf Lieferanten.

Das Unternehmen soll fortgeführt werden. Den Gläubigern wird eine Sanierungsplanquote von 26,39 Prozent innerhalb von zwei Jahren angeboten.

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