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Markenhersteller warnen vor No-Name-Leuchten aus Fernost

11.01.2007

Anlass dafür war eine aufschlussreiche Marktüberwachungsaktion der "Messekommission Produktsicherheit", die auf der Fachmesse "Light+Building" in Frankfurt durchgeführt wurde.

Die Kommission dieser Marktüberwachungsaktion stellte fest, dass viele Anbieter aus Fernost erschreckend wenig Kenntnis von den Sicherheitsanforderungen der EU hatten. Stichproben unter den rund 500 Fernost-Ausstellern brachten erhebliche Konstruktionsfehler und daraus folgend Sicherheitsmängel ans Licht: von fehlenden Schutzleiterkontakten bei etlichen Leuchten über Strom führende Teile, die beim Lampenwechsel bei Lampenfassungen zugänglich waren, bis zu teilweise nicht komplett abgedeckten Halogenlampen oder Gerätesteckdosen, bei denen die Gefahr eines elektrischen Schlages bestand.

In der europäischen Norm EN 60598-1 ist klar geregelt, welchen allgemeinen Anforderungen und Prüfungen Leuchten mit Versorgungsspannungen bis 1.000 V entsprechen müssen. Die Leuchtenhersteller müssen diese Norm bei der Fertigung zwar befolgen, allerdings sind sie gesetzlich nicht verpflichtet, hinterher auch zu prüfen, ob ihre Produkte die Norm erfüllen. Und da derartige Tests teuer sind, verzichten zahlreiche No-Name-Anbieter aus Asien darauf.

Die im FEEI vertretenen Leuchtenhersteller Philips Licht, Siteco, Thorn, Trilux und Zumtobel empfehlen daher, nur Erzeugnisse von bekannten Markenherstellern zu verwenden. Denn diese werden intensiv getestet.

Zusätzlich fand die Marktüberwachungsbehörde auf der "Light+Building" heraus, dass bei drei von vier der gezeigten Produkte aus Fernost eine CE-Kennzeichnung fehlte. Die Experten informierten die Verbraucher oder Einkäufer daher mit Hilfe von Hinweisschildern darüber, dass diese Produkte derzeit nicht in der Europäischen Union vertrieben werden dürfen. Denn erst mit der EU-Konformitätserklärung und der Anbringung der CE-Kennzeichnung dokumentiert der Hersteller bzw. der Inverkehrbringer die Übereinstimmung der Produkte mit den Sicherheitszielen der jeweiligen EU-Richtlinie(n).

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