Direkt zum Inhalt
Loewe hat mit dem Markennamen sein wertvollstes Asset verpfändet.

Marke verpfändet: Jetzt ist Loewe auch seinen Namen los

28.06.2019

Als ob das Produktionsende noch nicht ausreichen würde, hat man jetzt auch auf seinen Markennamen keinen Zugriff mehr. Dieser wurde nämlich an die Beteiligungsfirma RiverRock verpfändet. Kein gutes Omen für die Investorensuche.

Der vor dem Aus stehende Fernsehhersteller hat laut seines Insolvenzverwalters Rüdiger Weiß nun auch den Zugriff auf seine Markenbezeichnung verloren. Die Marke wurde an die Beteiligungsfirma RiverRock verpfändet, die dem Loewe-Eigentümer im Gegenzug dafür Kredite eingeräumt hatte. Diese Entscheidung könnte sich bei der weiteren Investorensuche nun bitter rächen, immerhin hat Loewe damit sein wertvollstes Asset aus der Hand gegeben.

Am Dienstag hatten die Kronacher angekündigt, die Produktion per 1. Juli einzustellen, weil dem Unternehmen das Geld ausgegangen sei. Auf den Konten habe sich – nach Angaben des Insolvenzverwalters – weniger als eine halbe Millionen Euro befunden. Einen weiteren Kredit über neun Millionen Euro hatte RiverRock allerdings verweigert, den hätte Loewe zur Fortführung des Geschäfts gebraucht.

Zur Erinnerung: RiverRock ist jener Investor, dem die Gewerkschaft IG Metall vorwirft, Loewe vorsätzlich ausbluten zu lassen. Angesichts der neuen Informationen könnte sich das auch durchaus rechnen. Der Masseverwalter geht nämlich davon aus, dass dass RiverRock versuchen werde, die Marke in Lizenz an einen anderen Hersteller zu vergeben. Dessen ungeachtet wolle er aber weiterhin versuchen, einen Käufer zu finden. Für das weitere Vorgehen sei zudem die Wirtschaftsprüfungsfirma PwC vom Gläubigerausschuss als Berater angeheuert worden, sagte er.

Um schwarze Zahlen zu schreiben, hätte Loewe übrigens einen Umsatz von 180 Mio. Euro schreiben müssen, tatsächlich seien es nur rund 110 Mio. gewesen. Das habe nicht einmal gereicht, um die angeblich überdurchschnittlich hohen Lohnkosten für die Mitarbeiter zu decken.

Werbung

Weiterführende Themen

Branche
09.09.2019

Einer der größten Elektrohändler Tirols musste heute den schweren Gang zum Landesgericht Innsbruck antreten. Die weitere Zukunft des Unternehmens ist ungewiss.

Der deutsche Onlinehändler Comtech ist pleite.
Branche
09.09.2019

Der deutsche Onlinehändler Comtech hat trotz beeindruckender Wachstumszahlen Insolvenz angemeldet. Die genauen Hintergründe der Pleite liegen noch im Dunklen.

E-Technik
01.09.2019

Mit über 600.000 Euro Miese ist ein Elektro-Traditionsbetrieb in Kalsdorf bei Graz in die Pleite geschlittert. Ausschlaggebend war die fehlende Qualität des Leasingpersonals sowie ...

Thomas Baumann
Branche
16.08.2019

Thomas Baumann übernimmt mit 19. August 2019 die Leitung des Vertriebs der Kooperation Deutschland. Somit verantwortet er den Gesamtvertrieb des Kanals Fachhandel der Verbundgruppe und berichtet ...

E-Technik
13.08.2019

Der Luxus-Leuchtenhersteller Consot Unternehmensbeteiligungsgesellschaft m.b.H. mit Sitz in Guntramsdorf ist insolvent. Ein Großprojekt in der Moschee von Mekka (Saudi Arabien) knipste den ...

Werbung