Direkt zum Inhalt

Majdic hält Versprechen, quartiert Mihajlov ein – ECE planiert Klagenfurts City

28.10.2004

„Schon wieder der Branko Mihajlov“, werden manche sagen. Wir von Elektrojournal Online können aber nun wirklich nichts dafür, dass pausenlos von neuen MakroMarkt-Filialen die Rede ist. Über die nächste, die diesmal in Klagenfurt stationiert werden soll, wollte Mihajlov eigentlich noch kein Wort verlieren. Doch Hannes Majdic hat geplaudert...

Branko Mihajlov kann wahrscheinlich der Traumlage in Klagenfurt nicht widerstehen – unweit eines MediaMarkts.

„Aber nein“, versichert MakroMarkt-Chef Mihajlov gestern Nachmittag dem Elektrojournal. Zwischen der jüngsten Eröffnung im Wiener Shopping-Center Nord und der fürs Frühjahr geplanten Filiale in Klagenfurt werde garantiert kein anderer MakroMarkt aufgesperrt.
Nicht? Hat er Mitleid mit jenen, die langsam die Übersicht verlieren? Mit der Zeit hätte man sich schon daran gewöhnt – an die monatlichen Eröffnungsintervalle...
Im Grunde, so Mihajlov, wollte er erst mal Ostösterreich „in Ruhe hinter sich bringen“ und mit Orten wie Klagenfurt noch nicht so intensiv beschäftigen. „Zumal mir der Hamburger ECE-Konzern für sein Klagenfurter Einkaufszentrum bereits ein Angebot unterbreiten wollte. Aber da habe ich noch keinen Kopf dafür gehabt.“
Vielleicht ganz gut so. Denn dafür stellt dieser Konzern für sein Mega-EKZ namens „City-Arkaden“, das samt Gastronomiebereich und Parkplätzen deutlich größer als Klagenfurts Kika-Zentrum sein soll, die Altstadt der Kärntner „Metropole“ auf den Kopf!

Für das 30.000 qm umfassende Mega-EKZ des Hamburger ECE-Konzerns wird Klagenfurts reizvolle Innenstadt „umgestaltet“.

Vergessen wir mal kurz die Probleme der eigenen Branche... Was da im Herzen Klagenfurts an erhaltenswertem Altbestand dem Erdboden gleich gemacht wird, wäre wahrscheinlich nicht mal Rumäniens hingerichteten Diktator Ceausescu in den Sinn gekommen. Kann es sein, dass sich dessen Nachkommen in Kärntens Landeshauptstadt als „Denkmalschützer“ verdingen?
Noch schlimmer erscheint nur noch der Umstand, dass hier ein Projekt entsteht (der Hochbau soll im Dezember starten), mit dem sich die Kaufkraft wahrscheinlich bis zum Großglockner abziehen lässt. Fast könnte man meinen, dass sich dahinter der Zweck verbirgt, in dieser Region die letzten Mittelständler auszurotten. Doch selbst wenn nicht – wir wollen den politisch Verantwortlichen ja nichts unterstellen –, „gelingen“ könnte es. Versehentlich.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Werbung

Weiterführende Themen

E-Technik
21.11.2018

Zumtobel hat angekündigt, die Produktion im Komponentenwerk Jennersdorf bis November 2019 stufenweise herunterzufahren. Die mit dem „verschärften globalen Wettbewerb“ begründete Maßnahme kostet 90 ...

Der Strukturwandel in der Industrie sorge dafür, dass der Bedarf an Elektroingenieuren noch deutlich anwachse, erklärte der VDE
E-Technik
20.11.2018

Deutschland steuert laut dem Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik (VDE) auf die "größte Ingenieurlücke aller Zeiten" zu. In den kommenden zehn Jahren würden in Deutschland ...

E-Technik
20.11.2018

Die 16. Österreichische Photovoltaik-Tagung findet vom 22. bis 23. November in der FH Krems statt. Anmeldungen sind immer noch möglich.

E-Technik
20.11.2018

Rund 400 Teilnehmer kämpfen von 22. bis 25. November in Salzburg bei AustrianSkills 2018 um die Qualifikation für internationale Bewerbe. Zusätzlich treten in einigen Bewerben internationale Gäste ...

WISO-Moderator Marcus Niehaves.
Branche
20.11.2018

Beworben wird der Black Friday als großer Schnäppchentag - aber wirklich große Rabatte sind an diesem Tag oft nur schwer zu finden. Das besagt zumindest die in Deutschland durchgeführte ...

Werbung