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Loewe-TVs unterm Einstandspreis: Verbaler Schlagabtausch zwischen Loewe und DiTech

10.10.2013

Als ob die wirtschaftlichen Querelen noch nicht reichen würden. Jetzt gibt‘s auch noch zwischen Loewe und DiTech Ärger. Grund dafür ist eine Ankündigung von DiTech-Chef Damian Izdebski, Loewe TV-Geräte unter Einstandspreis abzuverkaufen.  

Es sei keine einfache Zeit für Loewe, schreibt Izdebski in seinem Blog. „Aber es ist auch keine einfache Zeit für die Loewe-Vertriebspartner bzw. für die Loewe-Kunden.” Viele Händler würden auf teuren Geräten sitzen, und nicht wissen, ob die Kunden angesichts der „Hiobsbotschaften” überhaupt noch gewillt sind, die Geräte zu kaufen. Immerhin stelle sich ja auch die Frage nach der Garantie, so Izdebski. „Um den Kunden nun einen Anreiz zu geben, ihre Bedenken in Bezug auf Garantiefälle, Services oder Upgrades hintanzustellen, haben wir die Preise der Fernseher drastisch reduziert. Wenn der Kunde reale Nachteile in Kauf nimmt, muss er aus unserer Sicht auch etwas geboten bekommen – in unserem Fall einen verführerischen Preis. Wir haben die Geräte schon gekauft, bezahlt und müssen jetzt versuchen sie abzuverkaufen, um noch größere Verluste zu vermeiden.”, so der DiTech-Chef.

 "Eine Handvoll Geräte nicht verkaufen zu können, ist keine Meisterleistung"

Das wiederum konnte und wollte Loewe nicht akzeptieren und beauftragte eine Rechtsanwaltskanzlei, eine Abmahnung zu verfassen. Es verstoße, heißt es darin, gegen „geltendes Recht” eine „deutliche Unterschreitung des Verklaufspreises anzukündigen”, so die Rechtsanwälte. Auf welches Recht man sich dabei genau bezieht, war leider auch auf Elektrojournal-Nachfrage nicht zu erfahren. Izdebski veröffentlichte das Anwalt-Schreiben in seinem Blog und via Facebook.

Wiederum sehr zum Ärger von Loewe Österreich-Chef Hannes Lechner, der daraufhin in einem Kommentar Richtung Izdebksi ätzt: „Es ist nicht gerade ein Meisterleistung, eine Handvoll von Geräten im Zeitraum Ende Jänner bis zur ersten Schutzschirmmeldung Mitte Juli nicht verkaufen zu können. Wo ist hier die so starke Beratungsqualität? Schlussendlich war es DiTechs Absicht groß ins TV-Business einzusteigen. Na ja, das hat ja offenbar großartig funktioniert.”

Hier geht's zu Izdebskis DiTech-Blog samt Anwaltsschreiben.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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