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Loewe: In Kronach geht "Marge vor Umsatz" - die "Geiz ist geil"-Mentalität steht wieder im Abseits

02.11.2006

Dabei profitiert Loewe auch von der zunehmenden Abkehr der Verbraucher von der "Geiz ist geil"-Mentalität. "Die Verbraucherstimmung hat sich gedreht. Die Kunden legen wieder mehr Wert auf Qualität und Marken", meint etwa Loewe-Sprecher Axel Gentzsch.

Neben der wert- und margenorientierten Vermarktung habe aber auch die dynamische Marktentwicklung bei großformatigen Flat-TVs das Loewe-Geschäft angekurbelt. Nach vorläufigen Berechnungen kletterte der Umsatz des Unternehmens in den ersten neun Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 23 Prozent auf 241,5 Millionen Euro. Trotz der eher ergebnisorientierten Unternehmensstrategie sei Loewe schneller als der ohnehin schon dynamische Markt gewachsen, betont Gentzsch. Der Marktanteil in Europa sei von 4,6 auf 4,8 Prozent geklettert.
Aufgrund der positiven Ergebnisse hob der Loewe-Vorstand die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr an und rechnet nun mit einem EBIT von zwölf Millionen Euro. An der Umsatzprognose hält das Unternehmen fest. Hier erwartet Loewe ein Wachstum auf 340 bis 350 Millionen Euro.

Positive Impulse durch hochwertige Produkt-Präsentation

Weitere positive Impulse erhofft sich Loewe Austria-Marketingchef Andreas Stolar auch durch die verstärkte Konzentration auf hochwertige Produkt-Präsentationen (siehe auch Elektrojournal 10/06).
Angst davor, dass Händler sich von Loewe abwenden könnten, hat Stolar dabei nicht. "Man muss schon verstehen, dass wir als Premium-Marke gewisse Anforderungen stellen. Dafür kann der Händler mit uns dann aber auch mehr verdienen. Die Rute stellen wir aber niemanden ins Fenster. Wir sind sicher die Letzten, die jene kleinen Händler vor die Türe setzen, die uns in den letzten, harten Jahren unterstützt haben."
Sollte es für einen Händler aber dennoch schwierig werden, die Loewe-Präsentation umzusetzen, etwa weil nicht genügend Platz vorhanden ist, dann werde man, so betont Stolar erneut, "das Gespräch suchen und versuchen, gemeinsam eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung zu erarbeiten."

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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