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Lidl lernt nicht dazu: In Deutschland startet Diskonter nächste Überwachungs-Aktion

09.02.2009

Laut Spiegel macht sich Lidl nun auf die Suche nach Kunden, die die Austräger von Werbeprospekten überwachen. Dafür gibt's Waren-Gutscheine.

Für Lidl war's der PR-Supergau: Im April letzten Jahres tauchte der Vorwurf auf, der Diskonter bespitzle in Deutschland die eigenen Mitarbeiter . Diese seien nicht nur bei der Arbeit, sondern etwa auch in den Pausenräumen heimlich abgefilmt worden. Während es von Firmenseite hieß, die betreffenden Medienberichte hätten lediglich in den wenigen Tagen danach zu einem geringen Umsatzeinbruch geführt, sehen Marktforscher die Situation etwas anders.

Das Kölner Unternehmen Grass Roots befragte so rund 2.400 Konsumenten online nach ihrem Kaufverhalten. Ergebnis: Vier von zehn Befragten gaben an, in der Vergangenheit wegen der mutmaßlich schlechten Beschäftigungs-Verhältnisse auf einen Besuch der Lidl-Märkte verzichtet zu haben. Die Arbeitsbedingungen bewerteten 57 Prozent mit "Schlecht", "Sehr schlecht" und "Inakzeptabel". Damit belegte Lidl im Diskonter-Ranking mit deutlichem Abstand den letzten Platz. >>>

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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