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Licht, Schatten & Zuversicht: Die FEEI-Konsumgüterbranchen im Wellental der Emotionen

12.09.2013

Ein uneinheitliches Bild zeichnen die im Fachverband FEEI vertretenen Konsumgüterbranchen im Vorfeld der Futura. Während die Kleingeräte ihren Erfolgslauf unbeirrt fortsetzen und sich die Weiße Ware als positiv/stabil erweist, ist die Situation in der Consumer Electronics nach wie vor nicht sonderlich rosig. Allen dreien gemein ist allerdings, dass man sich für den Herbst noch einiges erwartet. Apropos erwarten: der Stellvertretende FEEI-Chef Manfred Müllner erneuerte im Rahmen der Pressekonferenz auch die Forderung nach einem finanziellen Anreiz zum Kauf energiesparender Hausgeräte.

„Das 1. Halbjahr 2013 zeigte in den einzelnen Segmenten ein unterschiedliches Bild“, bringt es Müllner gleich zu Beginn auf den Punkt. Haushaltsgroßgeräte, Elektrokleingeräte und CE verbuchten demnach im ersten Halbjahr 2013 laut GfK TEMAX insgesamt ein wertmäßiges Minus von 5% (972 Mio. Euro Umsatz im 1. HJ 2012 auf 922 Mio. Euro im 1. HJ 2013). Während allerdings bei der Weißen (+2%) und den Elektrokleingeräten (+4%) der Trend weiterhin nach oben ging, verringerte sich das Wachstum bei UE-Geräten (-13%).

 

CE-Forensprecher Christian Blumberger führt das unter anderem darauf zurück, dass die Konsumenten bei ihren Kaufentscheidungen noch zögern und beispielsweise auf den Start von HbbTV warten, der für das 2. Halbjahr 2013 geplant ist. Bereits angekommen seien dagegen die Themen Vernetzung von Internet und TV-Geräten. „Rund 50 Prozent aller verkauften TVs sind Internettauglich. Und davon werden etwa zwei Drittel auch wirklich ans Netz angeschlossen“, so Blumberger, der auch große Hoffnungen in die neuen UHDTV-Geräte steckt. „Der Trend geht zu Fernsehern, die mit einer vierfachen Full-HD-Auflösung punkten und mit noch schärferen Bildern beeindrucken. Und HbbTV soll noch im 2. Halbjahr 2013 loslegen. Daher geht die Branche von einer positiven 2. Jahreshälfte aus.“

 

Komplett Wettzumachen sei das bisherige Minus allerdings nicht mehr räumt Bluberger ein. Derzeit schaut’s nämlich noch eher durchwachsen aus. „Der österreichische UE-Markt hat sich im ersten Halbjahr 2013 konsolidiert. So verzeichnete die gesamte Branche ein Umsatzminus von 13% (knapp 357 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2012 auf 311 Mio. Euro im 1. HJ 2013). Flachbildschirme verbuchten im Vergleich zum Vorjahrszeitraum ebenfalls -15%“, erklärt Blumberger. Lediglich der Audio-Bereich schert hier aus der negativen Gesamtentwicklung merkbar aus.

 

Kleingeräte: Solides und verlässliches Wachstum

 

„Elektrokleingeräte sind seit über zehn Jahren ein konstanter Umsatzbringer und konnten mit einem wertmäßigen Plus von 4% gegenüber dem Vorjahreszeitraum (von rund 161 Mio. Euro im 1. HJ 2012 auf 167 Mio. Euro im 1. HJ 2013) punkten“, kommentiert Peter Pollak, Sprecher des Elektro-Kleingeräte Forums, die kontinuierliche Aufwärtsbewegung. Alle Gruppen des Segments Elektrokleingeräte verzeichneten Umsatzzuwächse. So brachten es die kleinen Hausgeräte bzw. Hygieneprodukte auf ein beachtliches Plus von 8%: Innerhalb dieser Gruppe lagen Fensterreiniger mit +51% sowie Dampfstationen und Staub-/Allessauger mit jeweils +8% vorn. Hier gilt es allerdings zu beachten, dass etwa die Fensterreiniger im Kleingeräte-Segment noch keine so große Rolle spielen.

 

Im – neben den Staubsaugern – zweiten großen Kleingeräte-Segment, den Espressomaschinen, kann man auf eine stabile Preisentwicklung verweisen, muss allerdings einen leichten Marktrückgang von rund einem Prozent in Kauf nehmen. Die weiteren Zahlen: Im Bereich Körperpflege (+3%) machten neue Produktgruppen wie Damen-Epilationsgeräte mit Intense Pulsed Light-Verfahren (+68%) das Rennen – aber auch etablierte Produktgruppen wie Damenrasierer (+26%) und Bartschneider (+19%) konnten zulegen. Bei Küchengeräten (+1%) verbuchten vor allem Milchaufschäumer (+61%), Standmixer (+23), Zitruspressen (+21%) oder Entsafter (+13%) zweistellige Umsatzzuwächse. Interessant: der relativ neue Markt der „Handsticks“ (Sauger) hat sich in den vergangenen 12 Monaten sogar verdoppelt. „Allerdings gab’s da zuvor auch nicht so viel“, so Pollak.

 

Hausgeräte: Kurs zeigt weiterhin nach oben

 

„Mit einem Umsatzplus von 2% (rund 325 Mio. Euro im 1. HJ 2012 auf 331 Mio. Euro im 1. HJ 2013) verbuchte das Segment der Haushaltsgroßgeräte ein gutes erstes Halbjahr 2013“, zeigt sich auch Alfred Janovsky, Sprecher des Forum Hausgeräte, zufrieden. Im Vergleich zum Vorjahrszeitraum legten vor allem Wäschetrockner (+9%), Weinklimaschränke (+9%) und Gefriergeräte (+6%) besonders stark zu. Grund dafür sind laut Janovsky intelligente Lösungen in allen Produktgruppen, die dabei helfen, den Energieverbrauch massiv zu senken. Überhaupt bleibe das Thema Energiesparen weiterhin ein Top-Trend.

 

Müllner: „Politik soll keine Technologie bevorzugen“

 

Um diesem Top-Trend auch entsprechend unter die Leute zu bringen, forderte Müllner erneut, dass man von politischer Seite finanzielle Anreize bietet, um die Haushalte zum Umstieg auf energieeffiziente Geräte zu animieren. „Für Wärmedämmung stellt die Politik beispielsweise hohe Summen zur Verfügung, bei Elektrogeräten würden dagegen schon ein paar wenige Euro reichen, um einen hohen Effekt zu erzielen“, so Müllner.

 

Damit meint Müllner allerdings nicht zwangsläufig eine finanzielle Unterstützung a lá „Eintauschprämie“, sondern kann sich durchaus auch vorstellen, den Neukauf über die Steuererklärung geltend zu machen. „Die Politik soll nicht einzelne Technologien bevorzugen, sondern Technologieneutralität herstellen“, fordert der stellvertretende FEEI-Chef.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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