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KV-Abschluss der Elektro-/Elektronikindustrie: plus 2,7 Prozent, neues Optionsmodell

27.04.2007

Danach steigen ab Mai sowohl die Ist- als auch die KV-Löhne und -Gehälter um 2,7 Prozent.

Beim diesjährigen KV-Abschluss der Elektro- und Elektronikindustrie (EEI) gelang es dem FEEI-Verhandlungsteam, mit den Gewerkschaften ein neues Optionsmodell zu entwickeln. Alternativ zu einer gleichmäßigen Erhöhung der Löhne und Gehälter um 2,7 Prozent bzw. der bereits bewährten Verteilungsoption können die Unternehmen erstmals ab dem 1. Mai 2007 eine so genannte Einmalzahlungsoption in Anspruch nehmen. Bei diesem Modell kann ein Teil der Ist-Löhne bzw. -Gehälter in eine Einmalzahlung umgewandelt werden, wodurch sich die Ausgangsbasis zukünftiger Lohn- und Gehaltszahlungen reduziert.

Damit stehen den Unternehmen der Elektro- und Elektronikindustrie erstmals drei Varianten der Entgeltgestaltung zur Verfügung. Die Branche trägt damit nicht nur den betrieblichen Gegebenheiten individuell Rechnung, sondern unterstreicht auch einmal mehr ihre Vorreiterrolle bei der Gestaltung von modernen arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen, die einen wichtigen Beitrag zur Standort-Sicherung, Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und damit auch zur Wertschöpfung der Branche leisten.

Der Abschluss im Detail

Neben dieser wesentlichen Neuerung wurden sowohl die Ist- als auch die KV-Löhne und -Gehälter um 2,7 Prozent erhöht. Anstelle einer Anhebung der Ist-Löhne und -Gehälter kann aber durch Betriebsvereinbarung auch eine Verteilungsoption mit einer Ist-Erhöhung von mindestens 2,5 Prozent plus 0,5 Prozent der Lohnsumme zur individuellen Verteilung vorgesehen werden. Die Zulagen wurden um zwei Prozent erhöht. Die Reiseaufwandsentschädigungen steigen um 1,6 Prozent, die kollektivvertragliche Lehrlingsentschädigung um 2,7 Prozent.

FEEI-Obmann Dr. Albert Hochleitner: "Dieses Ergebnis ist angesichts der guten wirtschaftlichen Lage der Branche angemessen."

Der Kollektivvertrag tritt mit 1. Mai 2007 in Kraft. Seine Gültigkeitsdauer beträgt zwölf Monate.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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