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Krise trifft europäischen Einzelhandel mit voller Wucht: Österreich bleibt "Insel der Seligen"

06.07.2010

Mit nur wenigen Ausnahmen (Österreich, Dänemark, Luxemburg und Polen) gingen 2009 die Einzelhandelsumsätze in ganz Europa zurück. Am stärksten betroffen waren Länder wie die Ukraine, das Baltikum, Kroatien oder Rumänien. Österreich hingegen erreichte ein nominelles Plus von 1,3% und legte damit ein beachtliches Ergebnis vor. So die Bilanz der von RegioData Research erhobenen Zahlen zum Einzelhandel in Europa.

Die stabil gebliebene Konsumnachfrage im vergangenen Jahr hat zu einer positiven Entwicklung der Einzelhandelsumsätze beigetragen. So stiegen diese im Jahr 2009 nominell sogar um 1,3%. Entgegen den allgemeinen Erwartungen haben Frau und Herr Österreicher also auch im vergangenen Jahr kräftig konsumiert, das Angstsparen blieb trotz Hiobsbotschaften aus. Mitverantwortlich: die trotz Krise steigende Kaufkraft.

 

„Die Nachfrage der Österreicher blieb im vergangenen Jahr trotz Krise stabil. Mit ein Grund ist die steigende Kaufkraft, immerhin über 1% im Krisenjahr 2009", erklärt Mark Ruhsam, Marketingleiter bei RegioData Research. „Obwohl Österreich kein so großer Markt, wie beispielsweise Deutschland oder Frankreich ist, haben sich die Österreicher selbstbewusster als manch andere westeuropäische Konsumenten gezeigt.“

 

Europas Einzelhandel hatte ein schwieriges Jahr

 

Mit Rückgängen zwischen "homöopathischen" 0,2% in Norwegen bis hin zu starken Einbrüchen von mehr als 20% in der Ukraine hatte der europäische Einzelhandel ein schwieriges Jahr 2009 zu bewältigen. Der Konsum ging insbesondere auf Grund von steigender Arbeitslosigkeit und Einschnitten bei Konsumkrediten

zurück. Mit Ausnahme von Estland mussten die baltischen Staaten, die Ukraine sowie Kroatien und Rumänien zweistellige Rückgänge beim Einzelhandelsumsatz hinnehmen.

 

Top-Quadratmeterumsätze im Norden

 

Mit einem durchschnittlichen Brutto-Quadratmeterumsatz von knapp 6.000 Euro dürfen sich Einzelhändler in Norwegen über den europäischen Spitzenwert freuen. Es folgen die weiteren nordischen Länder Finnland, Dänemark und Schweden. Aber auch Russland schafft es – bedingt durch die verhältnismäßig geringe Verkaufsfläche in die Top Plätze. In Österreich liegt dieser Wert bei rund 3.900 Euro.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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