Direkt zum Inhalt

„Krise, Geldnot, Raffzahn, Gierschlund“: Alno & sein Chef im medialen Sperrfeuer

09.05.2012

Alno-Chef Max Müller hatte schon bessere Presse. Nachdem sich die Vorlage des Jahres-Berichts für 2011 verzögert, schreiben deutsche Magazine nun von „Krise“ und „ernsthaften Geldnöten“. Das Handelsblatt stellt gar die Frage, ob Müller ein „Raffzahn“ und „Gierschlund“ sei und sieht ein Naheverhältnis zu Aktionär Whirlpool.

„Der Vorstand der Alno AG arbeitet unverändert an einem langfristigen, tragfähigen und soliden Konzept zur Finanzierung des Konzerns“, so Thomas Oberle, Leiter der Unternehmens-Kommunikation in einer nun veröffentlichten Stellungnahme. Ziel seien die Sicherstellung nachhaltiger Liquidität und die vollständige Sanierung der Bilanz. „Die Veröffentlichung des Jahres-Abschlusses für das Geschäftsjahr 2011 hat sich verzögert, weil die Maßnahmen aus dem neuen Finanzierungs-Konzept in die Bewertung des Jahres-Abschlusses 2011 mit einfließen“, heißt es weiter.

 

Als Börsen-notierter Konzern hätte Alno die Bilanz spätestens vier Monate nach Jahresende vorlegen sollen. Nach einer Aufsichtsrats-Sitzung wurde ein geplanter Veröffentlichungs-Termin jedoch wieder gekippt. Das Handelsblatt stellt nun die Frage in den Raum, ob der als Sanierer gekommene Müller Teil des Problems anstatt der Lösung sei. Der Konzern-Chef und ihm nahe Beratungs-Unternehmen hätten an seinen Bemühungen nämlich kräftig verdient. 2,75 Mio. Euro habe er allein für das Einholen frischen Kapitals und Verhandlungen mit Gläubigern bekommen.

 

„Umsatzbringer für Whirlpool“

 

Auch eigene oder ihm nahe Beratungs-Unternehmen hätten durch Aufträge profitiert. Die deutsche Zeitung bringt im Zusammenhang mit den Vorgängen Whirlpool als zweitgrößten Alno-Aktionär ins Spiel, der auch im Aufsichtsrat sitzt: „Dass ihm der Aufsichtsrat die lukrativen und ungewöhnlichen Deals durchgehen ließ, könnte Gründe haben. Alno soll, sagen Alno-Insider, Whirlpool hunderttausende Bauknecht-Geräte im Jahr abkaufen. Das ist ein lukrativer Umsatzbringer für den US-Konzern – und Müller sicherte das Überleben von Alno.“ Weiters solle Müller dem Großaktionär Forderungen gegen Alno in zweistelliger Millionen-Höhe abgenommen haben.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Werbung

Weiterführende Themen

Gilles Morel tritt sein Amt am 1. April 2019 an.
Hausgeräte
18.01.2019

Die Whirlpool Corporation hat Gilles Morel zum Executive Vice President Europa, Naher Osten und Afrika ernannt. In dieser Funktion wird er direkt an CEO Marc Bitzer berichten.

Hausgeräte
11.01.2019

Bauknecht vereint seine Märkte Deutschland, Österreich und Schweiz unter einer neuen DACH-Region. Jens-Christoph Bidlingmaier, Vorsitzender der Geschäftsführung, ist damit ab sofort neben ...

Jan Reichenberger (37) wird neuer Geschäftsführer der Whirlpool Österreich GmbH.
Hausgeräte
02.10.2018

Jan Reichenberger (37) übernimmt ab 15. Oktober 2018 die Position des Geschäftsführers der Whirlpool Österreich GmbH. Er folgt damit auf Jürgen Pichler, der eine neue Herausforderung annehmen wird ...

Hausgeräte
28.10.2015

Der deutsche Küchenhersteller Alno verhandelt über einen Jobabbau. Derzeit liefen Gespräche mit den Betriebsräten über Ausmaß und Bedingungen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Im Raum steht ...

Werbung