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Krieg der Worte, Teil II: „Kaffee-Wesir“ Wallinger wehrt sich gegen Kropiks Attacke

11.02.2008

Nespresso-Chef Wolfgang Wallinger reagiert auf die Attacke von Spidem-Chef und Saeco-Vorstand Gerhard Kropik - und lässt sich dabei immerhin eines gefallen: die Bezeichnung "Kaffee-Wesir".

Zu Gerhard Kropiks Statement von vorgestern, Freitag, hat Wolfgang Wallinger schriftlich Stellung genommen:

"Es wurde von mir nicht gesagt, dass Spidem-Geräte generell um 199 Euro verkauft werden. Es haben nur jene Geräte namhafte Volumen am Markt bewegt, welche Spidem unter ,Absprache' um 199 Euro verkauft hat. Ich finde es interessant, dass es im Hause, für welches Herr Kropik spricht, Preisabsprachen gibt." (Anm. d. Red.: Kropik sagte: "Lediglich zweimal im Jahr gibt's mit uns nicht abgesprochene Angebote zu 199 Euro.")

Wallinger weiter: "Ich möchte mit Nachdruck darauf hinweisen, dass nicht Saeco Nespresso groß gemacht hat, sondern die enormen Investitionen, Aktivitäten und Werbemaßnahmen von Nespresso dafür verantwortlich waren und sind.

Wenn Herr Kropik von einem stinksauren Handel spricht, kann er nur jene Händler meinen, welche entweder keine Partnervereinbarung mit Nespresso haben, oder den NICHT-Elektrohandel, der von Nespresso weder betreut noch unterstützt wird. Unsere Fachhandelspartner und insbesondere jene, welche die Gunst der Stunde mit der Lattissima genutzt haben, konnten sehr gute Umsätze und Deckungsbeiträge in der Gesamtabrechnung ihrer Nespressoverkäufe und Boni 2007 erzielen.

Ja, gerne nehme ich den Titel des Kaffee-Wesirs an. Immerhin ist das unsere Passion. Nespresso hat unumstritten die höchste Kaffeequalität, perfekt abgestimmte Maschinen und den besten Kundenservice. Nur maximal zwei Prozent der gesamten Weltkaffee-Ernte entsprechen den Qualitätsanforderungen von Nespresso.
Nespresso hat alle je durchgeführten Blindverkostungen mit überragenden Ergebnissen gewonnen - auch gegen jene Marken, welche Herr Kropik bevorzugt. Ich frage mich, warum er dann bis heute Nespresso-Kapseln bei uns bestellt...?"

65% Marktanteil seien bei "stagnierendem Segment" nicht relevant

"Es tut mir leid, wenn Herr Kropik noch keine Marktzahlen hat, aber diese wurden von GfK bereits am 23.01.2008 für monatliche Abonnenten geliefert! Leider muss ich Herrn Kropik enttäuschen, es bleibt bei etwa 120.000 Vollautomaten und 130.000 Nespresso-Maschinen! Die Platzhirschen-Zeit für die Saeco-Gruppe, wie von Herrn Kropik angesprochen, gehört lange der Vergangenheit an. Nicht zu guter Letzt auf Grund des Wachstums von Turmix und De Longhi! Es ist möglich, dass die Saeco-Gruppe einen Marktanteil von 65 Prozent bei Vollautomaten inne hat, dies ist aber bei einem stagnierendem Segment nicht relevant.

Ich bleibe dabei, der Vollautomat hat seinen Höhepunkt überschritten. Der Konsument sucht nach dem perfekten Kaffeegenuss und einfachster Zubereitung. Dies findet er gepaart mit dem besten Service bei Nespresso. Selbst die Hauben- und 5-Sterne-Gastronomie steigt immer öfter auf Nespresso um, da der Gast einfach nach dem besten Kaffee - nach Nespresso - fragt.

Last but not least muss festgehalten werden, dass es vor zwei Jahren zu keiner Klage kam, sondern nur zur Androhung einer solchen! Es kann daher keine Rede von einem Abschmettern einer Klage sein. Im Gegenteil, Spidem hat damals umgehend sämtliches Prospektmaterial aus dem Handel zurückgezogen!"

So weit die Stellungnahme von Nespresso Österreich-Geschäftsführer Wolfgang Wallinger, der in diesem Zusammenhang nochmals auf die Nespresso-Kundenbefragung 2007 verweist, die anlässlich des vorjährigen Lattissima-Einführungsevents präsentiert wurde.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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