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Kreditversicherer Prisma: „DiTech benötigt Investor, Krise professionell gelöst“

25.10.2013

Der Kreditversicherer Prisma gibt grünes Licht für den Wiener IT-Händler DiTech. Die aktuelle Liquiditätskrise sei vom Unternehmen mit Hilfe der Lieferanten, Banken, Gläubigerschützern und Kreditversicherern "professionell gelöst" worden, sagte die Prisma-Risikoexpertin Marina Machan-Kaiser zur APA. "DiTech benötigt einen Investor, weil die Eigenkapitalbasis nicht stark genug ist."

Das Unternehmen werde nun interne Restrukturierungsmaßnahmen bis 2015/16 setzten, um profitabler zu werden. DiTech hätte dafür die Unterstützung seiner Lieferanten, auch im Hinblick auf die Einkaufspreise, so Machan-Kaiser. Filialschließungen würden nicht zur Diskussion stehen.

 

Das grüne Licht der Kreditversicherer ist für DiTech von zentraler Bedeutung. Ohne Kreditversicherung liefern Hersteller an den Handel meist nur mehr per Vorkasse oder mit sehr kurzen Zahlungszielen, die Versorgung mit Waren stockt. Kreditversicherer sichern Lieferanten gegenüber dem Zahlungsausfall ihrer Kunden ab. Die Euler Hermes Gruppe - mit der Österreich-Tochter Prisma - ist zurzeit der wichtigste Kreditversicherer von DiTech-Lieferanten.

 

DiTech-Gründer Damian Izdebski betonte heute bei einer Pressekonferenz, dass das Unternehmen nicht in Gefahr sei, man sich aber einen strategischen Partner vorstellen könne. Elektrojournal Online berichtete. 

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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