Direkt zum Inhalt

Korrigierte Bilanzen: Olympus schwimmt nach Skandal im roten Zahlenmeer

14.12.2011

Olympus wird nicht von der Tokioter Börse gestrichen, bleibt aber auf der Beobachtungsliste. Gerade noch fristgerecht konnte der Konzern die verlangte Bilanz vorlegen. Die ist tief rot. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres (April bis September) machte der Fehlbetrag 32,3 Mrd. Yen (316 Mio. Euro) aus.

Das Geschäftsjahr läuft für Olympus noch bis zum 31. März 2012. Eine Prognose fürs Gesamtjahr wollte der Hersteller nicht abgeben. Insgesamt wurden Korrekturen in den Bilanzen der vergangenen fünf Jahre vorgenommen. Zum Vorschein kamen Verluste in der Höhe von 135 Mrd. Yen (1,3 Mrd. Euro), die mit überhöhten Zahlungen bei Übernahmen vertuscht worden sein dürften. Elektrojournal Online berichtete.

Vergangene Woche stellte der derzeitige Chef Shuichi Takayama klar, dass es einen Neuanfang mit einer genauen Kontrollen für das Management geben wird. Offen ist noch, ob der entlassene Ex-Olympus-Chef Michael Woodford wieder an die Konzernspitze zurückkehren wird. Er deckte den Bilanzskandal auf, musste danach seinen Hut nehmen. Woodford selbst will jedenfalls wieder zurück auf den Chefsessel.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Werbung

Weiterführende Themen

Harald Gutschi und Achim Güllmann wissen wie wichtig es ist, mit der Zeit zu gehen.
Branche
25.04.2016

Die Unito Group will mit der Zeit gehen und investiert viel in die Entwicklung. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte das österreichische seinen Umsatz auf 335,9 Millionen Euro steigern, dies ...

OP-Saal nach den Endoalpha-Konzept von Olympus
Multimedia
19.04.2016

Olympus bündelt seine Kompetenzen in den Bereichen Medical Systems und Speech Documentation Solutions und rückt mit den beiden Geschäftsbereichen näher zusammen. Die Hard- und Softwarelösungen ...

OBO: Erweiterte Unternehmensleitung (mit OBO Maskottchen v. l.) Jens Drowatzky, Markus Arens, Ulrich Bettermann, Andreas Bettermann, Lajos Hernadi und Robert Gröning.
Branche
01.03.2016

OBO produziert in acht Ländern, so gibt es eigene Werke in Indien und Russland, der Umsatz belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf über 500 Mio. Euro.

Multimedia
03.04.2015

Sony verkauft die Hälfte der Anteile an Olympus, um den Konzernumbau weiter zu finanzieren. Nun hält der Konzern noch fünf Prozent an Olympus.

Franjo Bobinac
Hausgeräte
16.03.2015

Die politische Situation in der Ukraine und in Russland schmerzt einen stark nach Osten orientierten Produzenten wie Gorenje. Angesichts dieser Ausgangs-Bedingungen freut man sich beim ...

Werbung