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„Konsumfreudig, statusfixiert, Fan von Marken und Technik“: der „Cyberkunde“ von morgen

07.08.2013

„Cyberkunden“, so nennen die Handelsforscher vom Kölner EHI Retail Institute eine prognostizierte Verbrauchergruppe, die im Handel die Kassa klingeln lassen könnte.  „Cyberkunden“ sind konsumfreudig und statusfixiert, lieben Marken und technologische Spielereien. Ihre Ansprüche richten sich ausschließlich auf das Markenversprechen von Unternehmen. Das soziale oder ökologische Image spielt keine Rolle.

EHI entwickelte gemeinsam mit Marketingköpfen acht verschiedene Zukunftsszenarien für den Handel. Diese sollen die Kommunikation zwischen Handel und Konsumenten bis 2025 erfassen und somit die Planung konkreter Entscheidungsprozesse erleichtern. Die vollständigen Ergebnisse des Projekts gibt’s noch nicht, die werden erst im diesjährigen „EHI Marketingmonitor“  im November veröffentlicht, beziehungsweise im Rahmen des EHI Marketing Forum 2013.

Die Suche nach Technologie

 

Definiert werden die vermeintlichen Verbrauchertypologien der Zukunft. Und darunter befindet sich auch der sogenannte „Cyberkunde“, der für den Elektrohandel eine besondere Bedeutung haben könnte. Der "Cyberkunde" sucht als leidenschaftlicher Nutzer neuester Technologien und maximales Entertainment in der virtuellen wie realen Handelswelt. Interaktive Spiegel, 3D-Printing oder Datenbrillen sind wie für ihn gemacht. Seine Daten stellt er gern zur Verfügung, weil er jederzeit individuell und ortsbezogen angesprochen werden möchte.

 

Wert auf Beratung

Der „Cyberkunde“ ist äußerst statusorientiert – spezifische Produktmarken sind ihm ebenso wichtig wie das Markenbild und Image des Händlers. Konsumfreudig wie er ist, kauft er häufig spontan und ungeplant. Im Mittelpunkt steht dabei das Einkaufserlebnis. Auf Beratung und individuellen Service legt dieser Kunde großen Wert – und revanchiert sich mit Loyalität und emotionaler Bindung an den Händler.

 

Das Konsumverhalten des „Cyberkunden“ ist eher unreflektiert und unkritisch. Mit seinem Einkauf möchte er in erster Linie Status und Besitz mehren. Die sozialen Netzwerke dienen seiner Selbstdarstellung. Werte wie Umweltschutz oder soziale Gerechtigkeit sind für ihn irrelevant.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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