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Konsumenten werden leichtsinniger, Online-Betrüger dreister: Die Beschwerden häufen sich

07.04.2009

Die Experten führen diesen enormen Ansturm auf die aktuelle Krise zurück: Die Online-Anbieter sparen beim Kundenservice. Immer öfter greifen sie auch zu Tricks, um an Einnahmen zu kommen. Gleichzeitig wollen immer mehr Private beim Online-Einkauf Kosten sparen.

Insgesamt löste das Ombudsmann-Team im Jahr 2008 Streitfälle im Wert von 887.000 Euro. Die meisten der Beschwerdefälle werden außergerichtlich gelöst. Im soeben abgeschlossenen ersten Quartal 2009 stiegen die gemeldeten Probleme sprunghaft an. Insgesamt gab es 2.757 Beschwerden, gegenüber 1.716 Beschwerden 2008. Den Negativ-Rekord führt der März mit mehr als 1.000 Beschwerden an.

"Wenn die negative Entwicklung so weiter geht, könnten 2009 über 11.000 Streitschlichtungsfälle mit enormen Schadenssummen auf uns zukommen. Das wäre ein Anstieg von Problemen beim Online-Shopping um beinahe 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr", meint Bernhard Jungwirth, Projektleiter Internet Ombudsmann. Auslöser sei die Wirtschaftskrise. Unseriöse Anbieter verschleiern die Preise und Zusatzkosten, Lieferzeiten werden nicht eingehalten. Gleichzeitig gehen die Konsumenten auf der vermeintlichen Schnäppchenjagd höhere Risken ein.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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Zusätzlich verstärkt die Juristin Joanna Riedl das interne Fallbearbeitungsteam. Bei Tausenden von Beschwerden im Jahr ist für Arbeit gesorgt.

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