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„Können nicht akzeptieren, dass unser Beruf stirbt!“ Kaum KEL-Nachwuchs in NÖ

09.11.2012

Niederösterreichs Kommunikationselektroniker schlagen Alarm. Sie bangen um die Zukunft ihrer Branche. Es gibt zuwenig Nachwuchs. In allen vier Jahrgängen des neuen (modularen) Lehrberufs KEL gibt’s gerade mal vier Lehrlinge aus NÖ.

„Wir können nicht akzeptieren, dass unser Beruf stirbt“, sagte Rudolf Jursitzky, KEL-Berufsgruppenobmann, bei der Tagung der NÖ Kommunika­tionselektroniker in Stockerau. Die Probleme: Qualifizierte Jugendliche würden anstelle der Lehre die HTL wählen, außerdem seien Lehrlinge insbesondere für Ein-Personen-Unternehmen zu kostenintensiv. Außerdem würden die „zu vielen und oft überzogenen“ Schutzbestimmungen abschrecken.

300 KEL arbeiten zirka in NÖ. Für sie gibt’s zuwenig Nachwuchs. So hätte ein KEL-Mitglied aus dem Weinviertel gerne zehn Lehrlinge aufgenommen, bekam aber nur vier geeignete. Dabei wurde extra der KEL-Lehrberuf modularisiert, um den Nachwuchsmangel mit größerer Flexibilität und mehr Umstiegsmöglichkeiten zu bekämpfen, wie Gerhard Graf, ehemaliger Direktor der LBS Stockerau, sagte.

In Stockerau drücken die jungen KEL-Lehrlinge nach dem modularen System die Schulbank. Insgesamt sind’s in allen vier Jahrgängen gerademal 22 Lehrlinge aus NÖ, Wien und dem Burgenland. Mit neuen Lehlingen stellt das Ausbildungsmodell des Wifi Eisenstadt (AMS-Gelder) den Löewnanteil, lediglich vier Lehrlinge kommen, wie gesagt, aus NÖ.

 

Der Großteil des KEL-Nachwuchses wird derzeit aus der HTL rekrutiert, sagt Jursitzky. Da Reparaturen oft nicht mehr rentabel seien und daher abnehmen, würden auch immer weniger Facharbeiter benötigt, fürchtet er. Darum appeliert Jursitzky an die Mitglieder: „Wir müssen umdenken und neue Betätigungsfelder suchen!“

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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