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Klagen hin, Klagen her: der Zeitplan für die Metro-Filetierung steht

13.03.2017

Der deutsche Handelskonzern Metro will sich bei seinen Plänen zur Aufspaltung des Unternehmens nicht von Aktionärsklagen beirren lassen. Metro seien vier Klagen zugestellt worden, teilte der Konzern am Freitag mit. Dennoch halte man am Zeitplan für die Aufteilung des Konzerns in zwei unabhängige Gesellschaften fest.

Metro hatte im vergangenen Jahr angekündigt, sich in zwei Teile zu trennen: einen Lebensmittelspezialisten, zu dem neben den Metro-Großmärkten auch die Real-Supermärkte gehören, und einen Elektronikhändler mit dem neuen Kunstnamen Ceconomy, unter dem die Ketten Media Markt und Saturn agieren sollen. Die Hauptversammlung hatte den Plänen Anfang Februar zugestimmt.

"Wir sehen uns gut gerüstet für jegliche juristische Auseinandersetzung. Wir gehen unverändert davon aus, dass die Spaltung Mitte 2017 wirksam wird", sagte Metro-Chef Olaf Koch laut Mitteilung. Gegen die Spaltung hatte unter anderem Media-Saturn-Gründer Erich Kellerhals geklagt, mit dem der Düsseldorfer Konzern seit Jahren im Clinch liegt.

Koch will den Konzern in einen Elektrohändler rund um Media-Saturn und einen Lebensmittelhändler zerlegen. Das Geschäft um die Cash&Carry-Großmärkte und die Supermarktkette Real sollen dabei abgespalten werden. Koch will so beide Teile schlagkräftiger machen. Die Anteilseigner der Metro hatten sich bei einer Hauptversammlung Anfang Februar mit breiter Mehrheit hinter die Pläne gestellt.

Klage von Erich Kellerhals?

Die Pläne des Handelsriesen Metro zu seiner Aufspaltung stoßen einem Insider zufolge auf Widerstand des Media-Saturn-Anteilseigners Erich Kellerhals. Kellerhals habe vor Gericht eine Anfechtungsklage eingereicht, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. Es war bisher aber unklar, ob Kellerhals zu den Klägern gehört. Ein Sprecher seiner Investmentgesellschaft Convergenta wollte sich nicht äußern.

Auch ein Metro-Sprecher wollte die Informationen nicht kommentieren. Insidern zufolge sind die Klagen der Metro noch nicht zugestellt worden. Davon unabhängig betonte der Firmensprecher, dass die Metro nach wie vor davon ausgehe, dass die Teilung Mitte 2017 wirksam werde.

Metro-Chef Olaf Koch hatte dem Düsseldorfer Konzern eine Aufspaltung in einen Elektrohändler rund um Media-Saturn und einen Lebensmittelhändler verordnet. Das Geschäft um die Cash&Carry-Großmärkte und die Supermarktkette Real sollen dabei abgespalten werden. Koch will so beide Teile schlagkräftiger machen.

Die Anteilseigner der Metro hatten sich bei einer Hauptversammlung Anfang Februar mit breiter Mehrheit hinter die Pläne gestellt. Media-Saturn soll bei der jetzigen Metro verbleiben und wird Teil einer Holding mit dem Namen Ceconomy. Beide Gesellschaften sollen wie die bisherige Metro im Nebenwerteindex MDax notiert werden.

Kellerhals liefert sich seit Jahren einen Machtkampf um das Sagen bei Media-Saturn mit dem Düsseldorfer Handelskonzern, der die Mehrheit der Media-Saturn-Anteile hält. Seit einiger Zeit versucht der Investor Clemens Vedder, eine Lösung zwischen beiden Seiten zu vermitteln.

Autor/in:
APA – Austria Presse Agentur / Redaktion
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