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Kenwood finanziert Studie: Ernährung für Kinder im Fokus

10.03.2020

Kenwood führt in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Wien die Ernährungsstudie „Good Food“ durch. Das endgültige Studienergebnis wird im Herbst präsentiert. Ein besonderes Augenmerk wird bei der Studie auf die Ernährung von Kindern gelegt. 

Universitätsprofessor Hans Peter Hutter leitet die Kenwood-Ernährungsstudie.

Mit dem diesjährigen Weltgesundheitstag am 7. April macht die Weltgesundheitsorganisation erneut auf die Bedeutung der Gesundheitsvorsorge aufmerksam. Die optimale Ernährung von Kindern spielt dabei ebenso eine immer bedeutendere Rolle. Im Auftrag von Kenwood führt die Medizinuni Wien eine Studie zum Thema Ernährung durch. „Diese außergewöhnliche Ernährungsstudie wird einen weltweit wichtigen Beitrag zur Klärung der Frage leisten, wie die Einstellung und das Verhalten von Kindern in Bezug auf gesunde Ernährung langfristig verbessert werden kann“, sagt Professor Hans-Peter Hutter von der Med Uni Wien.

Maßnahmen für positives Ernährungsverhalten

Ziel der Studie ist, zu erfassen, wie und durch welche Maßnahmen Eltern oder Erziehungsberechtigte die Ernährungseinstellung und das Ernährungsverhalten der Kinder nachhaltig positiv beeinflussen können. Erste Zwischenergebnisse zeigen, dass sich durch etliche Maßnahmen das Ernährungsverhalten bei den Erwachsenen kaum beeinflussen lässt. In Bezug auf den Umgang mit der Gesundheit der Kinder zeigte sich jedoch schon kurzfristig ein signifikant positiver Effekt.

„Die richtige Ernährung der Kinder liegt uns besonders am Herzen. Doch geeignete Maßnahmen zur Verhaltensänderung bezüglich gesunder Ernährung der kommenden Generationen sind in der Forschung bis dato noch nicht ausreichend abgesichert. Wir arbeiten bereits seit zwei Jahren gemeinsam mit der Medizinischen Universität Wien intensiv an einer Studie als Beitrag zur Schließung dieser Wissenslücke“, äußert sich Michael Frank, Geschäftsführer der De´Longhi-Kenwood GmbH.

Die Fakten

Weltweit gibt es heute mehr übergewichtige als untergewichtige Menschen. In den letzten Jahrzehnten haben Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit) global insbesondere bei Kindern massiv zugenommen. In Österreich sind über 12 Prozent der 11 bis 17-Jährigen übergewichtig. Gerade im Kindes- und Jugendalter ist Übergewicht problematisch. Negativfolgen auf den Stoffwechsel, das Herz-Kreislaufsystem, den Bewegungsapparat und die Haut sind vorprogrammiert, aber auch psychische Störungen hinsichtlich Selbstwert und Lebensqualität möglich.

Die Wertigkeit von Selbstgekochtem

Vielfältige gesellschaftliche Änderungen haben zu einer massiven Veränderung des Koch- und Essverhaltens in den letzten Jahren geführt. Dazu Hutter: „Fertige Salate oder Tiefkühlgemüse können in der Qualität durchaus gleichwertig mit frischen Produkten sein. Diverse Fertiggerichte haben aber auch den großen Nachteil, dass sie oft viel zu viel Salz, Fett oder Zucker enthalten. Nicht zu vernachlässigen sind auch verschiedene Zusatzstoffe. Fertiggerichte verleiten uns dazu, mehr zu essen. Daher überrascht es nicht, dass häufiges Selberkochen zu einer gesünderen Ernährungsweise beitragen kann“. Neben positiven Auswirkungen auf die Ernährungsqualität scheint Selberkochen positiv besetzte emotionale Wirkungen aufzuweisen. „Menschen, die ihre Speisen selbst zubereiten, genießen die Mahlzeit mehr anstatt sie zu verschlingen“, so Hutter. Zudem korrelieren Kochkenntnisse positiv mit der Zubereitung von Gemüse und negativ mit dem Verzehr von Convenience Food.

Bisherige Ernährungsstudien

Bisher durchgeführte Studien zum Thema Ernährung zeigten, dass wissensbezogene Veränderungen den höchsten Effekt aufweisen, verhaltensbezogene Interventionen eher durchschnittlichen und gesundheitsbezogene Argumente den geringsten Effekt aufweisen. Fakt ist aber, dass das alleinige Wissen über gesunde Ernährung nicht ausreicht, um das eigene Essverhalten und jenes der Kinder zu verändern. „Trotz aller publizierten, gesundheitsfördernden Ernährungstrends bevorzugen die Österreicher nach wie vor fett- und kalorienreiche Küche (24 Prozent immer, 57 Prozent häufig). Selten und sogar mit abnehmender Tendenz werden leichte, fettarme aber vitaminreiche Gerichte gewählt“, informiert Hutter. Die aktuell noch laufende Kenwood Good Food Studie soll aber langfristige Auswirkungen auf das Ernährungsbewusstsein haben. Dazu erläutert Hutter: „Bereits während der ersten Studienphasen konnten wir feststellen, dass durch eine geeignete Aufklärungsarbeit die Achtsamkeit hinsichtlich der Kindergesundheit angestiegen ist.“

 

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