Direkt zum Inhalt

Keine Entscheidung im Handy-Service-Fall: Bei Jugendlichen ist weiter Vorsicht geboten

15.05.2007

Eine Zeitlang hatte es so ausgesehen, als könnte es bei einem konkreten Fall des Wiener Telekomshops TBK zu einem "Musterprozess" kommen. Nun haben die Eltern des Jugendlichen einen Rückzieher gemacht, es kam zum Vergleich.

Wie auf Elektrojournal Online berichtet, blieb TBK-Geschäftsführer Michael Heine jüngst auf den Kosten einer Handy-Schadenerhebung sitzen. Wegen einer 39 Euro-Rechnung schalteten die Eltern des 15-Jährigen unter Hinweis auf dessen eingeschränkte Rechtsfähigkeit einen Anwalt ein.
Als WK-Funktionär nahm sich der Telekomausschuss-Vorsitzende Erich Kurz der Angelegenheit an. Rechtsmeinung der Wirtschaftskammer: "Als mündige Minderjährige sind 14- bis 18-Jährige in der Lage, solche Entscheidungen zu treffen."

Der Rechtsstreit endete nun mit einem Vergleich, beide Parteien tragen je die Hälfte der Kosten der Schadenerhebung. Kurz: "Damit bleibt diese heikle Frage weiterhin ohne juristischen Präzedenzfall." Händlern sei zur Vorsicht in vergleichbaren Fällen geraten. "Juristisch ist der Händler voll im Recht", gibt sich der TK-Experte überzeugt. "Eine Summe von 39 Euro mag vielleicht ein Grenzfall sein. Bei Unter-16-Jährigen rate ich dazu, in jedem Fall Kontakt mit den Eltern aufzunehmen."

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Werbung
Werbung