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Kein Stand-by: Stromfressern sagt die EU jetzt den Kampf an

07.12.2009

Stand-by-Betrieb vergeudet jährlich 811 Gigawattstunden in Österreichs Haushalten. Denn in jedem Haushalt und auch in jedem Büro werden unzählige Geräte im Stand-by Betrieb gehalten. Ab 2010 will die EU den Stand-by Verbrauch minimieren.

Fernseher oder DVD-Player warten darauf, jederzeit per Knopfdruck in Betrieb genommen zu werden. Manche Geräte verzichten gar auf einen Ausschaltknopf. Was praktisch ist, frisst ordentlich Strom. Das belastet die Geldbörse und die Umwelt gleichermaßen. In einer heuer veröffentlichten Diplomarbeit zum Thema "Standby-Verluste von Elektrogeräten" am Institut für Elektrische Anlagen der TU Graz wurde der Stand-by-Verbrauch von Österreich geschätzt.

Dabei ergab sich für einen durchschnittlichen Haushalt ein Stand-by-Verbrauch von etwa 230 kWh. Umgerechnet sind das etwa 45 Euro oder 100 Kilo CO² pro Jahr. Hochgerechnet auf alle österreichischen Haushalte betragen die Gesamtverluste rund 811 GWh. Dies entspricht einem CO²-Ausstoß von rund 350.000 Tonnen pro Jahr. Ab 2010 schreibt die EU vor, dass Computer, Waschmaschinen, Fernsehgeräte und ähnliche Stromfresser nur noch ein bis maximal zwei Watt im Stand-by-Betrieb verbrauchen dürfen. Geräte mit einem höheren Stand-by Verbrauch dürfen nicht mehr verkauft werden. So soll bis 2020 der Stromverbrauch des Bereitschaftsmodus um 790 Prozent reduziert werden.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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