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„Kein Ausdruck einer Krise!“ Umsatzentwicklung im Elektroeinzelhandel rückläufig

22.01.2014

Der stationäre Einzelhandel in Österreich hat 2013 das dritte Jahr in Folge reale (inflationsbereinigte) Umsatzeinbußen erzielt. Real blieb ein Umsatzminus von 0,9 Prozent stehen, unter Berücksichtigung des österreichischen Internet-Einzelhandels sind's minus 0,6 Prozent. Schwierig war das Jahr für den Elektroeinzelhandel. Das nominelle Minus beim Umsatz macht gleich 2,6 Prozent aus, das reale 0,1 Prozent.

"Ich würde diese Zahlen nicht als Ausdruck einer Krise lesen", sagt Handelsobfrau Bettina Lorentschitsch. Trotz einiger Großpleiten (dayli, Niedermeyer) und der unsicheren wirtschaftlichen Lage habe es bei Voll- und Teilzeit-Beschäftigten einen Zuwachs von 0,6 Prozent gegeben. Die Wirtschaftsprognosen für 2014 stimmen sie zudem zuversichtlich. "Die Konjunktur wird wieder anziehen."

 
Elektroeinzelhandel: nominell schwächste Entwicklung

Für 2013 zeigt die Umsatzentwicklung im stationären Einzelhandel aber ein mäßiges Bild: Mit Ausnahme von Drogerie- und Parfümeriegeschäften (+2,4 Prozent), Lebensmittelhändlern (+0,2 Prozent) und Schuhläden (+0,2 Prozent) fuhren alle Branchen reale Umsatzeinbußen ein. Beim Einzelhandel mit Elektrogeräten, Computern und Fotoartikeln macht das reale Minus 0,1 Prozent aus. Sehr schwach fiel außerdem die nominelle Umsatzentwicklung aus. Das Minus beträgt satte 2,6 Prozent. Der Elektroeinzelhandel ist somit die Handels-Branche mit der schwächsten nominellen Umsatzentwicklung im Jahr 2013. In drei von vier Quartalen ist er im hinteren Teil des Branchen-Rankings zu finden.

 
"Internethandel keine Bedrohung"

In Summe erwirtschaftete die Handelsbranche einen Nettoumsatz von 54,4 Milliarden Euro. Dazu kommen noch rund 2,6 Milliarden Euro aus dem österreichischen Internethandel. Nicht erfasst sind allerdings Umsätze, die Österreicher auf ausländischen Webseiten wie etwa Amazon ausgeben. Die machen etwa die Hälfte des Online-Umsatzes aus. Lorentschitsch sieht aber das zunehmende Internetgeschäft nicht als Bedrohung für den Handel. "Wir gehen weg von diesem Denken entweder online oder offline. Sowohl als auch heißt die Devise."

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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