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Im Jahr 2016 verfügten die Österreicher über eine durchschnittliche Kaufkraft von 21.095 Euro pro Kopf und Jahr (+ 449 Euro gegenüber 2015).

Kaufkraft der Österreicher um 2,2 % gestiegen

09.05.2017

Laut RegioData Research hatten die Österreicher im Jahr 2016 eine durchschnittliche Kaufkraft von 21.095 Euro – im europäischen Vergleich hält Österreich damit den 8. Rang.

Im Jahr 2016 verfügten die Österreicher laut RegioData Research über eine durchschnittliche Kaufkraft von 21.095 Euro pro Kopf und Jahr und damit um nominell 449 Euro mehr als im Jahr zuvor. Unter Berücksichtigung der Inflation bleiben damit etwa 37 €/Monat mehr als im Vorjahr übrig. Das ist der höchste Wert seit immerhin vier Jahren. Aktuell zeichnet sich auch ein kleines Plus für 2017 ab.

Die durchschnittliche nominelle Kaufkraft (= alle Einkünfte aus unselbständiger Arbeit, selbständiger Arbeit, Transferzahlungen, Kapitalvermögen, etc.; abzüglich Steuern und Sozialversicherung) in Österreich ist seit dem letzten Jahr um rund 2,2 % gestiegen, die Kaufkraft beträgt im Moment 21.095 Euro pro Kopf.

Das Jahr zuvor waren es um 449 Euro weniger. Betrachtet man die absolute Kaufkraft je Einwohner in Österreichs Bundesländern, so hat sich an der Rangreihung nicht allzu viel verändert: Salzburg hatte im Jahr 2016 die höchste Kaufkraft (21.886 Euro), knapp gefolgt von Niederösterreich. Das kaufkraftschwächste Bundesland Österreichs bleibt nach wie vor Kärnten mit einer absoluten Kaufkraft von 19.792 Euro pro Kopf im Jahr.

Die fünf kaufkräftigsten Bezirke Österreichs bleiben gleich wie letztes Jahr. Wien I ist zwar auch weiterhin mit großem Abstand der kaufkräftigste Bezirk, die Zuwächse sind allerdings schwächer als im Bundesdurchschnitt. Die kaufkraftschwächsten Bezirke liegen in Wien, Osttirol und der Steiermark.

Langfristig betrachtet, werden die regionalen Unterschiede bei der Kaufkraft geringer. Die Gründe dafür liegen einerseits in der kontinuierlich steigenden Bedeutung der – eher ausgleichenden – Transferzahlungen und der geringeren Abwanderung aus den peripheren ländlichen Gebieten.

Im europäischen Vergleich hält Österreich den 8. Rang, nachdem es im Jahr zuvor von Dänemark und Island überholt werden konnte. Betrachtet man nur die Eurozone, macht das immerhin Rang 2 hinter Luxemburg.

An der Spitze hat es keine Veränderung gegeben: Die Schweizer sind mit Abstand die reichsten Europäer. Sie haben mit einem durchschnittlichen jährlichen Einkommen von umgerechnet etwa 39.000 Euro die Luxemburger mit „nur“ etwa 33.500 Euro klar überholt. An dritter Stelle befindet sich unverändert Norwegen. Großbritannien musste deutliche Kaufkraftverluste hinnehmen, vor allem bedingt durch den veränderten Wechselkurs.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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