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Jetzt wissen wir’s genau: Österreicher sind die größten Globalisierungsmuffel

22.09.2006

Laut aktueller ACNielsen-Studie empfinden Lateinamerikaner und Asiaten den persönlichen Mehrwert der Globalisierung wesentlich stärker als Europäer und Nordamerikaner. Besonders kritisch sind dabei – wenig überraschend – die Österreicher, die zu 62 Prozent einen Verlust nationaler Kultur befürchten.

Positiv gesehen wird der weltweite Zugriff auf Produkte und Dienstleistungen, negativ dagegen die Anfälligkeit lokaler Märkte für Trends und Ereignisse in anderen Teilen der Erde.

„Die Menschen in den weniger entwickelten bzw. in den schnell wachsenden Märkten haben durch die beschleunigte globale Integration sehr vom besseren Zugang zu Produkten, Dienstleistungen und Chancen profitiert, was ohne Globalisierung nicht möglich gewesen wäre“, so Martin Prantl, Geschäftsführer ACNielsen Österreich.
Auch die negative Seite der Globalisierung wie das Verschwinden lokaler Kulturen, die Bedrohung der heimischen Wirtschaft durch internationale Einflüsse sowie eine Veränderung der Werte in Richtung eines unpersönlicheren Lebensstils wurden in der Studie abgefragt. Hier war die Zustimmung zu den Aussagen insgesamt schwächer als bei den positiven Konsequenzen. Zwischen 40 und 50 Prozent der globalen Verbraucher stimmten auch den negativen Aussagen zu, wobei Österreicher zum Teil deutlich über dem Schnitt lagen.

Prantl: „Am positivsten mit einer Zustimmung von fast 60 Prozent sehen die Österreicher beim Thema Globalisierung den Zugang zu Produkten und Services aus anderen Ländern sowie den Zugriff auf internationale News und Unterhaltung.“ Nur 22 Prozent Zustimmung fand jedoch die Aussage, wonach die Globalisierung der Gesellschaft mehr berufliche Chancen eröffne – damit bildet Österreich das Schlusslicht innerhalb Europas (42 Prozent Zustimmung) und der Welt (47 Prozent).
An zweiter Stelle im Länderranking findet sich Österreich dafür, wenn es um die Ablehnung der Ideen von mehr Toleranz und der Überwindung kultureller Grenzen geht. Auch bei der negativen Bewertung der marktwirtschaftlichen Globalisierung finden sich die Österreicher unter den Top Ten: 58 Prozent sind der Meinung, dass lokale Märkte durch Trends und Ereignisse in anderen Ländern stärker beeinträchtigt würden.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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