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Airshade kommt ganz ohne zusätzliche Energie aus.

James Dyson Award 2016: Preis geht an Airshade

08.09.2016

Der diesjährige Nationale James Dyson Award geht an Nikola Znaor. Seine Erfindung: Ein Verschattungssystem. das ohne zusätzliche Energie auskommt. 

Nikola Znaor, gewinnt mit seinem Projekt Airshade den heurigen nationalen James Dyson Award. Der gebürtige Kroate ist in Holland aufgewachsen und lebt derzeit in Wien. Er ist Absolvent der Akademie der Bildenden Künste in Wien mit Studienrichtung Archetektur. Sein Projekt Airshade ist eine ökologische Alternative zu herkömmlichen Verschattungssystemen. Der passive Sonnenschutz trägt dazu bei, Fassaden vor übermäßiger Sonneneinstrahlung und Innenräume vor unangenehmer Hitze zu schützen. Und das funktioniert so: Wenn die Sonne auf das Fassaden-System trifft, erhitzt ihre Wärme einen Luft-Container in den einzelnen Schirmen. Jede Schirmeinheit wird durch einen zentralen, beweglichen Zylinder gesteuert, der mit dem Luft-Container verbunden ist. Dieser nutzt die sich ausdehnende Luft im Container, um den Schirm zu öffnen. Dabei wird gefilterte Luft verwendet, um sich natürliche physikalische Prinzipien zu Nutzen zu machen und ein autonomes System zu erschaffen. Dieses ist nicht von externer Energiezufuhr oder Sensoren abhängig. Jeder Schirm reagiert individuell auf Sonnenlicht. Einmal abgekühlt, schließt sich der Schirm wieder auf Grund der Druckdifferenz. So kann das System flexibel auf Umwelteinflüsse wie Gebäudeschatten, Wolken oder wechselhaftes Wetter reagieren. Es verschattet also nicht automatisch die Teile des Gebäudes, die sich bereits im Schatten befinden. Airshade ist an einer Vielzahl von Gebäuden, Fassaden, Dächer und Fenster anwendbar, da es sowohl in der Größe und Material als auch in der Form variabel zu gestalten ist. Eine laufende Weiterentwicklung und Herstellung von Prototypen ist geplant. Das Airshade Projekt ist bereits in Europa zum Patent angemeldet.

 

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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