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Die AK Tirol klagte Media Markt wegen irreführender Werbung: Das Unternehmen muss nun die Verwendung des Slogans „Bester Preis in Europa“ unterlassen.

Irreführende Bestpreisgarantie bei Media Markt: gerichtlicher Vergleich

14.12.2017

Ein Konsument zog den Slogan „Bester Preis in Europa“ auf einem österreichischen Werbeflyer von Media Markt – erfolgreich – in Zweifel.

Zwar hat Media Markt bestimmte Produkte mit dem vollmundigen Slogan „Bester Preis in Europa“ beworben – ein ganz konkreter Anlassfall brachte aber die Arbeiterkammer (AK) Tirol dazu, einzuschreiten.

Ein Konsument in Tirol, der einen entsprechenden Werbeflyer erhalten hatte, recherchierte auf eigene Faust und entdeckte, dass eine Waschmaschine, die in Österreich zu 477 Euro angeboten wurde, in einem Media Markt in Deutschland schon zu 399 Euro erhältlich war.

Daraufhin benachrichtigte er die AK Tirol über die seiner Ansicht nach irreführende Werbung. Die AK-Konsumentenschützer prüften den Fall eingehend und kamen zu dem Schluss, dass die Bewerbung nicht korrekt sei.

In der Folge wurde über die Bundesarbeitskammer Klage wegen Unlauteren Wettbewerbs bei Gericht eingebracht, wie die AK in einer Aussendung bekanntgibt.

Im Rahmen eines gerichtlichen Vergleiches habe sich Media Markt nun verpflichtet, es zu unterlassen, den aus Sicht des Gerichts unrichtigen Eindruck zu erwecken, dass bestimmte Produkte zu den europaweit günstigsten Preisen angeboten werden, wenn diese Aussage schon zu Beginn des beworbenen Aktionszeitraums nicht mehr zutraf und die beworbenen Produkte zu diesem Stichtag bei anderen Händlern in Europa zu einem geringeren Preis erhältlich waren.

Eine Sprecherin von Media Markt Österreich erklärte gegenüber help.ORF.at: „Wir möchten betonen, dass unsere Werbeaussagen grundsätzlich sorgfältig gewählt werden, jedoch unterliegen gerade die Preise von Elektro- und Elektronikprodukten starken Schwankungen.“ Im Zuge der Veröffentlichung des genannten Flyers habe sich die angesprochene Preisabweichung ergeben.

Vonseiten Media Markt hieß es, dass „missverständliche Botschaften“ vorlagen. Man werde künftig vermeiden, die Aussage zu treffen, den günstigsten Preis in Europa zu bieten.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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