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Internet-Umfrage: Dominieren Amazon und MediaMarkt das Weihnachtsgeschäft?

14.11.2007

Auf den ersten Blick. Beim zweiten Hinsehen erstaunt das Ergebnis schon weniger: Befragt wurden ausschließlich Online-User.

Dass das Weihnachtsgeschäft ein erfreuliches werden dürfte, zeigen u.a. jüngste Studien von RegioPlan und Ernst & Young. Nicht jeder scheint jedoch gleichermaßen Grund zur Freude zu haben: Laut Umfrage der eCircle AG heißen die Gewinner in Deutschland MediaMarkt und Amazon.

So gaben 34 Prozent der Teilnehmer an, bei MediaMarkt Weihnachtsgeschenke einzukaufen. Nach Karstadt, Douglas und Tchibo folgt auf Platz fünf des Rankings im stationären Handel eine weitere Metro-Tochter: Saturn mit 22 Prozent. Gleichzeitig gewinnt das Internet an Beliebtheit. Zwar gaben 74 Prozent der Befragten an, am liebsten im Laden einzukaufen, doch immerhin 70 Prozent der Teilnehmer wollen auch den E-Commerce für Weihnachtsgeschenke nützen.

Wenig überraschend führt Amazon die Online-Shops unangefochten mit 50 Prozent Anteil an. Deutlich aufholen konnte eBay: Das Auktionshaus beeindruckt gegenüber dem Vorjahr als einziger mit Zuwachs und hat damit den Internet-Auftritt der Weltbild-Verlagsgruppe auf den dritten Rang verwiesen. Feste Größen im Online-Geschäft sind auch klassische Versandhändler wie Quelle, Otto und Neckermann. Das Argument pro Internet aus Kundensicht: stressfreies Einkaufen rund um die Uhr.

Die Befragung ließ ausschließlich online zu

Auch jene, die "offline" kaufen, gaben oftmals an, sich zuvor online zu informieren. 43 Prozent aller Befragten meinten, dazu direkt die Website des Herstellers zu besuchen, 38 Prozent recherchieren in Shopping- und Meinungsportalen, und 18 Prozent werden über Online-Newsletter auf Geschenkideen aufmerksam.

Mit mehr als 2.000 teilnehmenden Personen war das Sample der eCircle-Umfrage (siehe nachstehende Grafik) zwar recht großzügig dimensioniert, die Aussagekraft ist dennoch zu hinterfragen: Die Einladung zur Umfrage erfolgte per E-Mail, die Befragung per Online-Fragebogen. Die Ergebnisse dürften also ausschließlich für internetaffine Zielgruppen Gültigkeit haben.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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