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Intel geht in die Berufung: Milliardenstrafe durch die EU sei nicht gerechtfertigt

23.07.2009

Jetzt geht der Konzern wie erwartet in Berufung. Die auferlegte Strafe werde man aber vorläufig zahlen.

Die Europäische Kommission hatte Intel im Mai 2009 die Rekordstrafe von 1,06 Milliarden Euro aufgebrummt. Der Konzern habe seine Marktmacht ausgenutzt, um Mitbewerber wie AMD durch unerlaubte Rabatte und bezahlte Geldsummen an Händler, auch an die Elektronikmärkte Mediamarkt und Saturn, aus dem Markt zu drängen. Elektrojournal Online berichtete .

In US-amerikanischen Medien beteuert das Unternehmen jederzeit ehrlich und legal gehandelt zu haben. Die EU habe die Faktenlage falsch interpretiert. Außerdem habe sich Intel nicht in einem herkömmlichen Gerichtsverfahren verteidigen können. Das sei eine Menschenrechtsverletzung, wird das Unternehmen im Wall Street Journal zitiert. Immerhin lehnte die EU-Kommission einen Antrag für eine mündliche Anhörung ab.

Die EU-Kommission selbst sieht's relativ gelassen. Die Anfechtung seitens Intel habe man erwartet, sagt Sprecher Jonathan Todd in der New York Times: "Die Kommission ist sich aber sicher, dass das Urteil legal und korrekt ist."

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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